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Handwerker stellen Strafänträge gegen Fard-Brüder

Hameln (HW). Kommende Woche wollen bis zu 15 Handwerker, die mit Umbauarbeiten am Klüt-Restaurant und dem Cemag-Neubau in Hottenbergsfeld beauftragt waren und bislang vergeblich auf das Begleichen offener Rechnungen gewartet haben, Strafanzeigen gegen die Brüder Ali Memari und Akbar Memari Fard erstatten. „Wegen Insolvenzbetruges“, wie Horst Latzel gestern anlässlich einer eigens einberufenen Pressekonferenz im Hotel „Stadt Hameln“ betonte.

Vertreter der  Interressengemeinschaft bei der Pressekonferenz

Hameln (HW). Kommende Woche wollen bis zu 15 Handwerker, die mit Umbauarbeiten am Klüt-Restaurant und dem Cemag-Neubau in Hottenbergsfeld beauftragt waren und bislang vergeblich auf das Begleichen offener Rechnungen gewartet haben, Strafanzeigen gegen die Brüder Ali Memari und Akbar Memari Fard erstatten. „Wegen Insolvenzbetruges“, wie Horst Latzel gestern anlässlich einer eigens einberufenen Pressekonferenz im Hotel „Stadt Hameln“ betonte. „Denn die Hoffnung, dass wir unser Geld noch bekommen, haben wir trotz aller Beteuerungen von Herrn Fard gegraben. Viele betroffene Betriebe bewegen sich inzwischen aufgrund der unbezahlten Rechnungen am Rande ihrer Existenz und kämpfen ums Überleben“, begründete der Inhaber einer Firma für Haustechnik. Latzel ist Sprecher einer Interessengemeinschaft, die sich innerhalb der Handwerkerschaft gegründet hat und Forderungen in Höhe von zusammen etwa zwei Millionen Euro geltend macht. „Wir vertreten zudem rund 300 Jobs, von denen viele gefährdet sind“, erklärte Latzel, der zugleich schwere Vorwürfe gegen die Gebrüder Fard erhob: „Herr Fard hat sich in den Medien und vor der Hamelner Bevölkerung immer wieder als absoluter Ehrenmann, dem seine Ehrlichkeit und Rechtschaffenheit über alles geht, dargestellt. In der Realität sieht jetzt leider alles ganz anders aus. Noch im Juni wurden Aufträge zur Fertigstellung des Klüt-Restaurants erteilt, obwohl zu diesem Zeitpunkt schon erkennbar gewesen sein muss, dass eine Bezahlung dieser Leistungen nicht mehr gewährleistet war. Jeder ehrliche Geschäftsmann darf vor so einem Hintergrund keine Aufträge mehr erteilen und Arbeiten ausführen lassen.“ Weder Ali Memari noch Akbar Memari Fard waren gestern für eine Stellungnahme zu erreichen. Dem Vernehmen nach weilen sie derzeit im Iran.
 Latzel räumte aber auch Versäumnisse seiner Zunft ein. „Eigentlich hätte für jeden Handwerker die Möglichkeit bestanden, nach Paragraf 648 a des Bürgerlichen Gesetzbuches eine Sicherheitsleistung zur Absicherung der Forderungen zu verlangen. Kein Handwerker hat hiervon Gebrauch gemacht – alle haben Herrn Fard ihr ganzes Vertrauen geschenkt. Nicht zuletzt durch immer wieder positive Darstellung in den Medien, unterstützt von Stadt, Rat und Politik. Entweder waren wir zu feige, zu dumm oder einfach zu gutgläubig.“

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