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Unfall auf Musikexpress vor drei Jahren jetzt vor der Zivilkammer des Landgerichts Bückeburg

Handelte der Karussellbetreiber fahrlässig?

Rinteln (wm). Drei Jahre nach einem tragischen Unfall auf dem Musikexpress während der Rintelner Herbstmesse, bei der ein elfjähriges Mädchen schwer verletzt worden ist, muss jetzt die Zivilkammer des Landgerichts Bückeburg über eine Klage der Eltern des verletzten Mädchens gegen den Musikexpress-Betreiber entscheiden. Die Verhandlung findet am 23. Mai in Bückeburg statt.

Es war ein Unfall, der nicht nur Schlagzeilen gemacht hat, sondern auch fotografisch nahezu sekundengenau dokumentiert worden ist - der Fotograf unserer Zeitung stand in der Nähe der Unfallstelle und hatte genau die Jugendgruppe im Visier, aus der die elfjährige Vanessa H. zwischen zwei Wagen des Musikexpress geriet. Das Mädchen brach sich beide Oberschenkel. Vorwurf der Eltern, dem das Gericht jetzt durch Zeugenaussagen nachgehen will: Weil an diesem Nachmittag ein so großer Andrang geherrscht habe, hätten die Musikexpress-Betreiber die Wagen nur für Sekunden zum Stehen gebracht, teilweise habe sogar ein "fliegender Wechsel" stattgefunden, ohne dass die Wagen angehalten hätten. Damit hätten der Schausteller und seine Mitarbeiter fahrlässig gehandelt. Der Schausteller hatte nach dem Unfall erklärt, an diesem Nachmittag habe großer Andrang geherrscht. Er selbst und fünf Mitarbeiter seien auf dem Musikexpress gewesen, die Jugendlichen seien auch gewarnt worden - "Tretet zurück" -, aber sie hätten sich nicht daran gehalten.




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