×
Vier Mitglieder des SPD-Samtgemeindeverbandes Niedernwöhren wollen in den Kreistag

Hanauske tritt als Spitzenkandidatin an

Samtgemeinde Niedernwöhren. Die Mitglieder des SPD-Samtgemeindeverbandes Niedernwöhren haben vier Kandidaten für die Wahl zum Kreistag vorgeschlagen. Auf der gemeinsamen Liste mit der Stadthäger SPD steht Heidemarie Hanauske hinter Karsten Becker auf Platz 2.

Autor:

matthias berger

Zwölf Kandidaten schickt die SPD Stadthagen/Niedernwöhren ins Rennen, darunter die vier Bewerber aus der Samtgemeinde: Hanauske, Gerd Wischhöfer (Listenplatz 5), Jörg Rohrßen (7) und Jürgen Weh (12). Allerdings müssen die Vorschläge noch bei der Wahlkreiskonferenz am 29. April bestätigt werden. „Dass wir vier Kandidaten stellen und Stadthagen acht, spiegelt die Proportionen wider. Stadthagen ist doppelt so groß“, begründet der Vorsitzende des Samtgemeindeverbandes die Entscheidung. Weh: „Wir sind uns auch bei den Listenplätzen schnell einig geworden.“

Aus Sicht von Weh hat der Samtgemeindeverband bei der Kandidatenauswahl eine „gesunde Mischung“ gefunden. Wichtig sei, dass verschiedene Berufsgruppen vertreten sind, da sich der Kreistag mit ganz unterschiedlichen Thematiken befassen müsse.

Neben den beiden Bankangestellten Jörg Rohrßen und Gerd Wischhöfer repräsentiert Heidemarie Hanauske als Geschäftsführerin der Arbeiterwohlfahrt (Awo) Schaumburg vor allem den Bereich Soziales. Die 53-Jährige ist bereits seit 2003 im Kreistag vertreten und nannte außer der Flüchtlingshilfe auch die Themen Verkehr, Bildung und Wirtschaftsförderung als ihre Schwerpunkte. Die Meerbeckerin erhielt von den Mitgliedern des Samtgemeindeverbandes 25 von 25 gültigen Ja-Stimmen.

Für Jörg Rohrßen, der 19 Mitglieder von seiner Kandidatur überzeugen konnte, wäre der Kreistag dagegen Neuland. Der Sparkassen-Angestellte ist seit 2001 in der SPD und saß bereits für zwei Wahlperioden im Gemeinderat Nordsehl. „Ich bin pragmatisch veranlagt und hasse Grabenkämpfe. Ich hoffe, auch auf höherer Ebene Lösungen zu finden, mit denen alle leben können“, erklärte der 45-Jährige.

Jürgen Weh aus Niedernwöhren hatte sich auf eigenen Wunsch auf den letzten Platz der Wahlliste setzen lassen. „Ich habe immer noch Lust, Politik zu machen, dicke Bretter zu bohren. Es gibt keine einfachen Lösungen mehr, die Welt ist kompliziert, die Wünsche der Menschen sind groß geworden.“ Der Ingenieur vereinte 24 Stimmen auf sich.

Gerd Wischhöfer aus Pollhagen erhielt 19 Ja-Stimmen. Vier stimmten gegen ihn, zwei enthielten sich. Der 58-jährige Fraktionsvorsitzende der SPD im Samtgemeinderat war aus privaten Gründen nicht zu dieser Versammlung erschienen.

Abschließend drückte Weh sein Entsetzen über die Ergebnisse der Landtagswahlen vom vergangenen Sonntag aus und forderte die Genossen auf, nicht die Argumentation der AfD zu übernehmen. „Ihr solltet dem bei jeder Gelegenheit entgegentreten. Nur so wird es gelingen, das Ganze in vernünftige Bahnen zu lenken.“

Jürgen Weh (links), Heidemarie Hanauske und

Jörg Rohrßen

streben den

Einzug in den Kreistag an.ber




Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kontakt
    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt