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Hamelspringes neuer Ortsrat ist gut gestartet

HAMELSPRINGE. 16 Ortsteile, neun Ortsbürgermeister – und ganz unterschiedliche Rückblicke auf das Jahr 2018 und Erwartungen für das neue Jahr. NDZ-Redakteurin Johanna Lindermann hat mitJoachim Behnke, Ortsbürgermeister von Hamelspringe, über seine Zufriedenheit mit der Entwicklung der Ortschaft gesprochen.

Für fast jedes Gefühl oder Thema gibt es heutzutage ein Emoji. Auch für die Stimmung eines Ortsbürgermeisters? Joachim Behnke entscheidet sich für die nachdenkliche Variante – immerhin ist für den Ortsrat noch alles relativ neu. Foto: Lindermann
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Johanna Lindermann Redakteurin zur Autorenseite

Es war ein Jahr voller Umbrüche für den Ortsrat in Hamelspringe: Im Juli 2018 wurde nach der Auflösung des Gremiums ein neuer Ortsrat gewählt – mit einigen neuen Mitgliedern. „Wir mussten uns erstmal untereinander finden“, sagt der – ebenfalls neue – Ortsbürgermeister Joachim Behnke. „Das war ein kleiner Lernprozess, wie wir miteinander umgehen und auf die Bürger zugehen.“ Aber: „Das hat gut geklappt.“

Einmal alle vier Woche setzten sich die Ortsratsmitglieder nun zusammen. „Jeder kann dabei erzählen, was ihm so begegnet ist“, sagt Behnke. Generell seien der neue Ortsbürgermeister und Ortsrat gut in Hamelspringe angenommen worden, auch wenn sich natürlich erst einmal alle finden müssten – „das Dorf seine Vertreter und umgekehrt“, beschreibt es der Ortsbürgermeister. Er freut sich, dass die Hamelspringer „keine Scheu“ haben und auf ihn und seine Ortsratskollegen zukommen. „Schöne Anlässe“, so Behnke, seien auch die Besuche zu hohen Geburtstagen und Hochzeitsjubiläen.

Aber auch einige Neuerungen hat der Ortsrat bereits eingeführt: eine Wandzeitung und einen regelmäßigen Bürgerstammtisch. Das erste Treffen des Bürgerstammtischs fand im November zum Thema „Straßenausbaubeiträge“ statt – für den Ortsbürgermeister ein Erfolg: „Wir wollen den Austausch fortsetzen und uns alle zwei bis drei Monate treffen.“ Die Versammlungen sollen immer bei einem anderen Verein stattfinden, jeweils unter einem anderen Motto. „Es gibt genügend Themen, die die Bürger interessieren“, ist Behnke überzeugt.

Neu ist zudem die Wandzeitung, die zirka einmal pro Quartal mit den Themen, die aktuell den Ortsrat beschäftigen, im Aushangkasten aufgehängt wird. „Wir wollen damit erreichen, dass die Bürger auf dem Laufenden darüber sind, was im Dorf passiert“, sagt der Ortsbürgermeister.

Unter anderem informierte der Ortsrat dort auch über das Projekt „Mitfahrbänke“. Behnke möchte das Angebot für Personen, die kein Auto haben, und so von anderen Einwohnern mitgenommen werden können, auch in Hamelspringe einführen. Dafür habe die Forstgenossenschaft Baumstämme gespendet, das Holz müsse allerdings noch bis zum Frühjahr trocknen.

Ein Projekt des Ortsrates ist auch die Sanierung der Friedhofskapelle. „Zum Beispiel funktioniert die Lautsprecheranlage nicht“, sagt Behnke. „Aber bei großen Veranstaltungen stehen oft Leute draußen.“ Zudem sei das Holz am Glockenturm verfault. „Dazu haben wir einen Antrag für den Haushalt 2019 eingereicht.“ Zudem mussten die Stühle neu aufgepolstert werden, „das hat der Ortsrat in Eigenregie gemacht“.

Darüber hinaus beschäftigt den Ortsbürgermeister, wie es mit dem Gebäude der leerstehenden ehemaligen Gaststätte „Onkel Hermann“ in Hamelspringe weitergeht. „Da müssen wir mit dem Eigentümer ins Gespräch kommen“, meint Behnke.

Auch die Kooperation mit den Vereinen im Dorf und der Ortsfeuerwehr hat der Ortsbürgermeister im Blick. „Wir müssen kooperativ und partnerschaftlich arbeiten“, denn: „Auch der Ortsrat ist ein Teil vom Ort.“ Es gebe viele Ideen, „aber ohne die Vereine bekommen wir die nicht umgesetzt“. Auch müssten die Vereine und die Neubürger mehr zusammengebracht werden, findet Behnke.

Ein weiteres Thema, das der Ortsbürgermeister für 2019 auf seiner Liste hat, ist die alte Klosterkapelle im Ort. „Wir würden die Kapelle gerne für kulturelle Veranstaltungen nutzen“, sagt Behnke. „Es gibt eine kleine Gruppe, die das vorbereitet.“ Auch mit der Jugendmusikschule habe er dazu bereits gesprochen. Ein möglicher Termin für die erste Veranstaltung ist im Sommer. „Wenn das gut angenommen wird, könnte daraus ein fester Termin im Jahreskalender werden.“



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