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Hamelner verkaufen an Sana Kliniken

Hameln-Pyrmont (ni). Knapp zwei Wochen vor der entscheidenden Sitzung des Hameln-Pyrmonter Kreistags sind die Würfel über die Zukunft des Kreiskrankenhauses im Nachbarlandkreis Hameln-Pyrmont gefallen. Am Mittwochabend hat die Mehrheitsgruppe aus CDU, FDP und Grünen im Hameln-Pyrmonter Kreistag ihre Entscheidung bekannt gegeben: Sie spricht sich für einen Verkauf von erst 49 und in zwei Jahren noch einmal zwei Prozent der Anteile der kreiseigenen "Gesundheitseinrichtungen Hameln-Pyrmont gGmbH" an die private Sana Kliniken AG aus. Die Sana Kliniken AG aus München zählt neben der Rhön-Klinikum AG aus Neustadt/Saale zu den im Bieterverfahren verbliebenen Krankenhaus-Gesellschaften, die möglicherweise die Krankenhäuser in Stadthagen und Rinteln kaufen (wir berichteten gestern), sollte sich der Schaumburger Kreistag am 16. Dezember für diese Variante entscheiden.

"Wir haben uns nicht für den entschieden, der das meiste Geld geboten hat, sondern für das Unternehmen mit dem besten Gesamtkonzept", begründet CDU-Fraktionschef Otto Deppmeyer, warum die Wahl der Gruppe auf Sana gefallen ist. Neben dem "ordentlichen Preis" hätten in dem von Sana unterzeichneten Vertragswerk vor allem das medizinische Konzept, der garantierte Mitarbeiterschutz und die Aussicht auf eine langfristige Sicherung des Gesundheitsstandortes Hameln überzeugt. "Alle Abteilungen des Krankenhauses bleiben nicht nur hier, sondern werden auch noch professionalisiert", ergänzt Hameln-Pyrmonts FDP-Chef Heinrich Fockenbrock. Mit Sana habe der Landkreis Hameln-Pyrmont einen Partner gefunden, der einen "Fundus an Kompetenz" mitbringe. Sana ist auch Favorit der Sozialdemokraten im Hameln-Pyrmonter Kreistag. Ihre Zustimmung zum Angebot des Bieters knüpft die SPD allerdings an zwei Bedingungen. Eine betrifft die Regelung im Gesellschaftervertrag, wonach sowohl die Schließung bestehender als auch die Eröffnung neuer Standorte nur mit einer Zweidrittelmehrheit der Gesellschafterversammlung erfolgen kann. Die SPD fordert, dass dieser Passus nicht nur für Standorte, sondern gleichermaßen auch für "Sparten" gilt. Damit, so ein Beispiel von Fraktionschef Ulrich Watermann, "nicht ohne politische Begleitung in Hameln eine Neurochirurgie aufgemacht und der Standort Pyrmont damit möglicherweise geschädigt wird".




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