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Klare Absage an Ansinnen der Kreispolitiker

Hamelner Ratsfraktionen lassen Finger von der EWR

Hameln (ni). In ungewohnter Einmütigkeit haben die Fraktionsvorsitzenden des Hamelner Rates dem Ansinnen der Kreispolitiker eine Absage erteilt, sich für ein Überleben der im Koma liegenden Erlebniswelt Renaissance (EWR) in die Pflicht nehmen zu lassen - weder politisch, noch finanziell.

Ob SPD oder CDU, Bürgerliste, Liberale oder Grüne - die Kommunalpolitik sprach diesmal mit einer Stimme, stellte sich wie ein Mann hinter Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann. Die Stadt Hameln, so SPD-Fraktionschef Uwe Schoormann, "fühlt sich nicht aufgerufen, die Probleme des Landkreises zu lösen; das muss der schon alleine machen". Was laut Hans Wilhelm Güsgen (FDP) im Übrigen schon immer Auffassung der Hamelner Politiker gewesen sei; und weshalb er es als "unmoralisch" ansieht, dass der Kreis die Stadt ausgerechnet zu dem Zeitpunkt mit ins Boot holen will, zu dem der Schiffbruch schon droht. CDU-Fraktionsvorsitzender Claudio Griese sagte, es sei allein Aufgabe des Landkreises, ein marktfähiges Nachfolgekonzept für das Hochzeitshaus zu entwickeln. Als Auch-Kreistagsmitglied befindet er sich damit im Widerspruch zu seinem Kreis-Fraktionsvorsitzenden Otto Deppmeyer. Und die grüne Fraktionschefin Ursula Wehrmann rechnet dem Landkreis vor, dass die Stadt Hameln die EWR ohnehin schon die ganze Zeit subventioniert hat: nämlich indem sie für die Vermietung von rund 1300 Quadratmetern Hochzeitshaus lediglich eine Miete von 880 Euro im Monat kassiert habe.




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