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Ausbüxende Pferde können teuer werden

Halter muss fürs Einfangen zahlen

Springe. Entweicht eine Pony-Herde aus ihrem Gatter und galoppiert über eine viel befahrene Bundesstraße, von der sie erst durch einen Streifenwagen wieder heruntergetrieben werden kann, handelt es sich bei dem Ausbruch der Tiere nicht um höhere Gewalt. Obwohl es unstreitig ein Naturereignis war, nämlich ein herunterfallender Ast, der die folgenschwere Bresche in die Einfriedung der Pferdekoppel schlug. Jedenfalls muss der Halter der Ponys für die Kosten des Polizeieinsatzes aufkommen. Darauf hat das Verwaltungsgericht Trier bestanden (Az. 1 K 387/12).

Nach Angaben der Deutschen Anwaltshotline hatte ein vorbeikommender Autofahrer die Polizei alarmiert, die wiederum den Halter der Ausreißer ausfindig machte. An Ort und Stelle trieben die Beamten dann die Tiere mit ihrem Streifenwagen von der Straße zum Transporter des Pferdehalters, wo sie verladen werden konnten. Für die ganze Aktion stellte die Polizei dem Mann 208,94 Euro in Rechnung. Die der jedoch nicht bezahlen wollte.

Worum er aber laut Urteilspruch nicht herumkommt. Trotz der letztendlichen Anwesenheit des benachrichtigten Pony-Besitzers sei der polizeiliche Einsatz notwendig, gewesen, nur so eine effektive Gefahrenabwehr im Bereich der stark befahrenen und gefährlichen Straße gewährleistet werden konnte“, so das Gericht. Dass der Koppelzaun dabei zuvor durch ein Naturereignis zerstört worden war, ändere an dieser Rechtslage nichts. Ein schuldhaftes Verhalten des Tierhalters sei keine Bedingung.

Wenn Pferde von der Weide ausbrechen

und eingefangen werden müssen, muss der Besitzer den Polizeieinsatz bezahlen.

Foto: bilderbox




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