×
Die Hälfte der Sülbecker Kirchenfenster ist saniert / „Land-Streicher“ spielen Benefizkonzert

Halbzeit

Sülbeck. Halbzeit für die Sülbecker Kirche: Die Hälfte der insgesamt 14 historischen Kirchenfenster ist bereits restauriert worden, die andere Hälfte steht noch aus. Insgesamt kostet die Sanierung der Glasfenster aus dem Jahr 1861 rund 80 000 Euro, berichtet Pastor Jens Hauschild. „50 Prozent zahlen wir als Gemeinde, 50 Prozent kommen aus dem Baufonds der Landeskirche.“

Ein teures Vorhaben, das die kleine Kirchengemeinde nicht so leicht stemmen könne, daher werden die Fenster auch eins nach dem anderen und nicht alle auf einmal restauriert. Begonnen hat das Projekt 2013. Sieben Fenster erstrahlen bereits in neuem Glanz, und 2016, hofft Hauschild, soll die Sanierung vollständig abgeschlossen sein.

Um die Restaurierung weiter voranzutreiben, geben die Schaumburger „Land-Streicher“ heute Abend um 19 Uhr ein Benefizkonzert in der Kirche. Das Orchester konzertiert unter der Leitung von Katharina Rundfeldt. Das Konzert steht unter dem Motto „Rund um die Familie Bach“.

Seit der Einweihung der Kirche im Jahr 1861 wurden die Fenster – bis auf kleine Reparaturen – nicht einmal erneuert, erklärt Hauschild. Leider seien die Akten über den Urheber der gläsernen Kunstwerke nicht aufzufinden. Die Fenster sind relativ schlicht gehalten und nicht voll beladen mit christlichen Symbolen, Szenen aus der Bibel oder bunten Verzierungen. Im oberen Teil befinden sich lediglich farbige Blüten, Kreuze oder Wappen – möglicherweise Familienwappen von damaligen Stiftern der Fenster, vermutet der Pastor. „Schön und schlicht“, findet Hauschild.

Auf den ersten Blick sehen die Fenster auch noch ganz intakt aus, aber die Bleifassungen sind an vielen Stellen bereits ziemlich „angefressen“. Würde man die Fenster jetzt nicht erneuern, würden sie vielleicht in zwei Jahren keinem Sturm mehr standhalten.

Bleibt zu hoffen, dass die neuen Fenster keinem Vandalismus mehr zum Opfer fallen, denn seit dem vergangenen Jahr haben Unbekannte schon zweimal Steine in einige Fenster geschmissen. „Jetzt haben wir Kameras installiert“, sagt Hauschild. Seitdem ist nichts mehr passiert.

Neuer Glanz: Pastor Jens Hauschild blickt durch eines der bereits restaurierten Kirchenfenster.kil

Von Kirsten Elschner




Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kontakt
    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt