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Schulleiterin: In Sachen Schule sind auch Eltern in der Pflicht / Nicht immer nur die Fehler sehen

Halbe Hörnchen für Stadthäger ABC-Schützen

Stadthagen (mw). Mit der Einschulung hat für die ABC-Schützen der Grundschule Am Sonnenbrink der "Ernst des Lebens" begonnen. Bei der kleinen Feierstunde in der Schulaula haben am Sonnabend einige Schüler der vierten Jahrgangsstufe ein kleines Theaterstück für ihre neuen Mitschüler aufgeführt.

Rappelvoll ist die Aula gewesen - und das gleich zweimal hintereinander. Schließlich sollten nicht nur die insgesamt 97, mit bunten Schultüten ausgestatteten Schulanfänger dort Platz finden, sondern auch Eltern, Geschwister und andere Angehörige. So wurde die Feier einmal um 10 Uhr und ein weiteres Mal um 11 Uhr ausgerichtet. Den Auftakt bildete jeweils ein von Viertklässlern aufgeführtes kleines Theaterstück mit dem Titel "Hermine geht allein zur Schule". Jacqueline Zielinski (9) und Selina Köpper (10) spielten dabei das Mädchen Hermine, dem von ihrer Mutter aufgetragen wurde, sich vor der Schule einen Apfel und ein gebackenes Hörnchen zu kaufen. Obwohl sich das Kind auf dem Schulweg immer wieder den Merksatz "A wie Apfel und H wie Hörnchen" in Erinnerung rief, vergaß es dennoch, die Pausenverpflegung zu besorgen. In der Schule beim "Lehrer Sonnenschein" - alias Gregor Bilostotsky (9) und Felix Krömer (9) - tauschte sie aber bei einer Mitschülerin eine mitgebrachte Pokemon-Karte gegen deren Apfel. Ein weiterer Mitschüler bot Hermine zudem an, sein Gebäckhörnchen mit ihr zu teilen. Nach Beendigung des Theaterstücks traten die Darsteller dann zu den in vorne sitzenden ABC-Schützen, und überreichten ihnen - quasi als symbolischer Akt - jeweils die eine Hälfte ihrer zuvor geteilten Hörnchen. Die Thematik des "Teilens" griff auch die Schulleiterin Petra Ammon in ihrer kurzen Ansprache auf. Nicht nur unter den Schülern sollte Teilen eine Selbstverständlichkeit sein, sagte die Pädagogin, und wandte sich an die Eltern. "Wir wünschen uns auch, dass Sie Ihre Zeit teilen." So etwa, um den Kindern Zeit zu widmen, ihnen Zuspruch zu geben und mit ihnen zu üben. Ein kleine Lektion bekamen die Eltern auch noch mit auf den Weg. Hierzu zeigten Grundschüler auf der Bühne vier Schilder mit einfachen Mathematikaufgaben ins Publikum, von denen allerdings eine falsch gelöst worden war. Auf die Frage Ammons, ob den Eltern etwas auffalle, machte ein Vater auf das fehlerhafte Ergebnis aufmerksam. "Immer suchen Eltern das heraus, was falsch ist", konterte die Schulleiterin. Es seien doch so viele Aufgaben richtig gelöst, dies solle man vielmehr positiv herausheben. An der Feier sei "alles" toll gewesen, befand der Erstklässler Marc Bremer (6) später. Das Beste aber sei, dass er seine Klassenlehrerin bereits kennt. Ob er auch eine Backware mit anderen teilen würde? "Manchmal mache ich das und manchmal nicht", erklärte er verschmitzt.




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