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"Haft ist kein Hotelaufenthalt"

Stadthagen (kcg). Über die Perspektiven des Strafvollzugs in Niedersachsen hat Justizministerin Elisabeth Heister-Neumann im Stadthäger Ratskeller referiert. Der CDU-Stadtverband hatte gemeinsam mit dem CDU-Landtagsabgeordneten Joachim Runkel zur Veranstaltung eingeladen. Vor dem Vortrag konnten die Gäste ein "Wildessen mit Beilagen" genießen.

Unter derÜberschrift "Gerechte Strafe - Verantwortlicher Vollzug" erläuterte die Politikerin das 2008 in Kraft tretende Justizvollzugsgesetz für Niedersachsen. Als wichtigste Säulen der Neuregelung sieht Heister-Neumann den "Chancenvollzug", der Strafgefangenen durch Arbeit und Entlohnung während der Haft ein künftiges straffreies Leben ermöglichen solle. "Die soziale Integration durch Ausbildungsmaßnahmen und Schuldenberatung ermöglicht eine erfolgreiche Resozialisierung und somit Sicherheit für die Bürger", sagte die Ministerin. Hinsichtlich des Jugendstrafvollzugs plädierte sie für einen "Warnschussarrest", um vor weiteren Straftaten abzuschrecken. "Haft ist kein Hotelaufenthalt", soHeister-Neumann. "Man darf nicht frei über seine Zeit entscheiden, hat kein Handy oder Laptop zur Verfügung." Insofern sei der "Warnschussarrest" eine wirkungsvolle, weil tiefgreifende Maßnahme.




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