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Unkraut-Rondell verursacht Verärgerung unter Bürgern / Ideenwettbewerb für Kunstwerk geplant

Hässlicher Kreisel soll bald hübsch werden

Stadthagen (ssr). Verärgerung und Kopfschütteln löst er dieser Tage bei vielen Bürgern aus - der Zustand des neuen Kreisels an der Amtspforte. Nichts als Unkraut sprießt in dem Rondell. Doch schrittweise soll sich das Bild ändern, teilte die Stadtverwaltung gestern auf Anfrage mit. Kurzfristig wird gespritzt und gefräst, Mitte Mai sollen Sommerblumen gepflanzt werden. Und wenn alles glatt läuft, soll noch in diesem Jahr eine künstlerische Gestaltung - etwa durch eine Skulptur - gelingen.

Viele verwunderte Blicke treffen auf dasÖdland im Kreisel-Rondel

Nach Entfernung des beleuchteten Tannenbaumes zu Jahresbeginn sei an dem Kreisel "zugegebenermaßen nichts mehr passiert", räumte Fritz Wehling, Pressesprecher der Stadt, ein. Der städtebaulich so wichtige Blickfang hätte "auch während dieser Zeit sicher eine angemessenere Gestaltung verdient gehabt". Nun werde die Grünkolonne des Baubetriebshofs aber tätig. Dieser Tage werde das Unkraut gespritzt und der Boden gefräst, so Wehling weiter. Mitte Mai - fachgerecht nach den "Eisheiligen" - würden dann hübsche Sommerblumen gepflanzt, kündigte Wehling an: "Wir wollen den Kreisel während der verbleibenden Übergangszeit bis zu seiner endgültigen Formgebung gärtnerisch attraktiv gestalten." Um dem Kreisel eine künstlerische Prägung zu geben, will die Verwaltung einen Ideenwettbewerb ausrichten. Allerdings müssen die Politiker im Verwaltungsausschuss (VA) dem noch zustimmen. Auf der Tagesordnung des VA steht das Thema im Mai. Kommen die Pläne des Bauamtes zum Zuge, werden Künstler und Architekten (inklusive Kunst- und Architektur-Studenten) in einem öffentlichen Wettbewerb zunächst zur Einreichung von Entwurfs-Skizzen aufgerufen. Eine Jury wählt daraus aussichtsreiche Vorschläge aus und fordert für diese in einem zweiten Schritt Detail-Pläne für die Realisierung an. Schließlich wird das Kunstwerk zum Sieger gekürt, das am Ende den Kreisel mit seinem Durchmesser von 13 Metern zieren soll. Zur Jury sollen laut Vorstellung des Bauamtes Vertreter der "Schaumburger Landschaft", des Fördervereins Erlebniswelt Renaissance, des Heimat- und des Verkehrsvereins sowie Vertreter der Verwaltung und des Rates zählen. Gedacht ist an ein Kunstwerk wie eine Skulptur, denkbar wäre laut Wehling aber auch eine landschaftliche Gestaltung - etwa mit einem Brunnen. Nach den Worten Wehlings wäre es "wünschenswert", wenn die künstlerische Gestaltung auch folgende Kriterien erfüllen würde: Es sollte optisch eine Verklammerung zwischen den Grünanlagen (Wall, Schlossgarten und Stadtgarten) darstellen. Ein Bezug zum Baustil der Weserrenaissance wäre anzustreben. Die "Blickbeziehung" vom Platz in die Obernstraße hinein sollte verstärkt werden.

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