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Verein für Heimatpflege und Grenzbeziehung Tundirum feiert Herbstmarkt am Dorfmuseum

Gute Wünsche für die Zukunft

Tündern. Botschaften an die Zukunft enthält eine Kupferhülse, die Mädchen und Jungen aus dem Verein für Heimatpflege und Grenzbeziehung „Tundirum“ mit fachlicher Unterstützung von Erwachsenen in die Mauer vor dem Dorfmuseum versenkt haben.

Der Text einer außen angebrachten Messingtafel weist darauf hin, dass die „Zeitkapsel“ erst am Sonntag, dem 16. September 2074, also in 60 Jahren, geöffnet werden darf. Dann besteht der Heimatverein 100 Jahre. Die Briefe, Fotos und Speicherchips stammen von den Museumskindern, Tundirum-Mitgliedern, der Ortsbürgermeisterin, der Kirchengemeinde, der tündernschen Schulleitung und von Vorständen der örtlichen Vereine. Empfänger sind die Nachfolger in den unterschiedlichen Funktionen oder auch die jeweils eigenen Nachkommen. Obenauf im luftdicht verschlossenen Behälter liegt ein aktuelles Exemplar der Dewezet.

Die Idee zu dieser Aktion hatten die Betreuerinnen der Museumskinder, Eltern und der Präsident des Heimatvereins, Herbert Habenicht, anlässlich der Planungen zum 40-jährigen Jubiläum des Vereins in diesem Jahr. Bei der Zeremonie bedauerte Habenicht, dass er die Kapselöffnung 2074 wohl nicht mehr erleben wird. An die Jungen und Mädchen gewandt sagte er: „Liebe Kinder, glaubt an Eure Zukunft, tut auch was für die Gemeinschaft, haltet den Heimatverein am Leben, damit ihr 2074 das 100-jährige Jubiläum mitfeiern könnt.“

Eine Woche später feierte der Heimatverein sein 40-jähriges Bestehen. 1974 hatten 100 Einwohner von Tündern erkannt, dass Heimatpflege organisiert sein sollte. Unter Leitung von Friedrich Kropp sen. fand die Gründungsversammlung statt. Leider verstarb Kropp zwei Jahre später. Ihm folgte für die nächsten 26 Jahre der heutige Ehrenpräsident Friedrich Bormann. Der Verein wuchs in jedem Jahr und übernahm zahlreiche Aufgaben im Dorf. Eine ganz wichtige Aufgabe war und ist die Durchführung der Grenzbeziehung in Zusammenarbeit mit dem Realverband sowie die Unterstützung der Forst bei der großen Grenzbeziehung. Der Heimatverein kümmert sich um den Treidelpfad, die Dorfwettbewerbe und bietet plattdeutsche Abende an, richtet Sommerfeste aus und lädt zu Ausflügen und Wanderungen ein. Besonders erwähnt wurde bei der Feier die Übernahme der Museumsausstellung in den Heimatverein und der Bau des Dorfmuseums. Als treibende Kräfte wurden dafür drei Menschen herausgestellt, die Sponsorin Agnes Tönebön, Werner Bruns und Gerti Wollenweber. Gedankt wurde auch Ilse Kalvelage für die Erstellung der Dorfchronik. In die Amtszeit von Friedrich Bormann fiel auch der Bau des Backhauses, wobei das Engagement von Doris und Friedel Pieper hervorgehoben wurde. Im Jahr 2007 kaufte der Verein das Dorfmuseum und erweiterte das Vereinsgelände mit einem Bauerngarten, in dessen Zusammenhang das Team von Norbert Niehus lobend erwähnt wurde.

Seit einem Jahr gibt es auch ein von Marion Sturhan vorbildlich geführtes Dorfarchiv, das nur dank der guten Zusammenarbeit aller Mitglieder zustande kam. Unter der Leitung von Herbert Habenicht wurde seit dem Jahr 2002 an Bewährtem festgehalten und es entstanden neue Aktivitäten, wie die Musikauftritte der Tiunegels, die Theaterauftritte der plattdeutschen Gruppe und auch deren Modeschauen. Habenicht dankte den Helfern, die bei Festen ehrenamtlich alles organisieren und im Museum freiwillig Dienst leisten. Er erwähnte auch Nordic Walking als neue Bewegungsform der Wandergruppe, den Stammtisch und den Feinbäcker. Viel Hoffnung baut Habenicht auf die Aktivitäten der Museumskinder, die die Zukunft des Heimatvereins Tundirum garantieren sollen.

Vorsitzender Herbert Habenicht rief alle Bürger dazu auf, den Gedanken der Dorfgemeinschaft weiter mit Leben zu füllen und mit Blick auf die Dorfgemeinschaft eine unbeschwerte Zusammengehörigkeit zu pflegen. Derzeit gehören dem Verein 850 Mitglieder an. Eine Dorfgemeinschaft kann man nicht erzwingen, so Habenicht, sie muss über viele Jahre gewachsen sein – der Herbstmarkt des Vereins für Heimatpflege und Grenzbeziehung stellte dies unter Beweis.

Die plattdeutsche Theatergruppe veranstaltete eine Modenschau anlässlich der Feier zum 40-jährigen Bestehen von Tundirum.




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