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Gute Chancen für die Zukunft

Hameln. Sie haben es geschafft! Nach drei Jahren Lehrzeit konnten in der vergangenen Woche drei Auszubildende des Bäckerhandwerks und elf Bäckereifachverkäuferinnen ihre Gesellenbriefe entgegennehmen. „Willkommen in der großen Bäckerfamilie“, wurden sie von den beiden Obermeistern der Bäckerinnung, Thomas Wegener und Wilhelm Bente, während der Freisprechung im Restaurant am Bismarckturm begrüßt.

Wegener hatte zuvor in launigen Worten von seiner eigenen Lehrzeit erzählt. Genau 30 Jahre sei es hergewesen, dass er bei Bäckermeister Herbert Rode, der inzwischen Ehren-Obermeister der Bäckerinnung ist, seinen Lehrvertrag unterzeichnet habe. Vor allem früh am Morgen aufzustehen, das Los aller Bäcker, sei im damals schwergefallen, räumte Wegener ein. Aber er sei darauf trainiert gewesen, blitzschnell aufzustehen, sich anzuziehen und innerhalb von zehn Minuten, mit dem Rad von der Nordstadt kommend, in die Karlstraße zu seinem Meister zu gelangen. Auch in die Berufsschule sei er „immer auf der letzten Rille“ gekommen, berichtete der Obermeister und erntete dafür viel Gelächter sowohl von den jungen Leuten als auch von ihren Angehörigen und Freunden, die sie zur Freisprechung begleitet hatten.

Mit dem Abschluss ihrer Berufsausbildung haben die Bäcker und Bäckereifachverkäuferinnen aber nicht nur den Gesellenbrief. Mit ihrem Zeugnis wurde ihnen auch der Realabschluss zugesprochen. Für neun der jungen Damen gab es aufgrund ihres guten Prüfungsergebnisses sogar den erweiterten Realschulabschluss, der sie jetzt berechtigen würde, ein Gymnasium zu besuchen und noch das Abitur zu machen – genau diesen Plan will jetzt eine der Absolventinnen umsetzen. „Die Ausbildung war für mich eine Chance, das zu schaffen“, berichtete sie. „Jetzt mache ich auch den nächsten Schulabschluss und werde dann studieren.“

Gisela Grimme, die Schulleiterin der Elisabeth-Selbert-Schule, verglich die absolvierte und bestandene Prüfung mit der gerade beendeten Fußball-WM. „Wie die Mannschaft in Brasilien hattet Ihr Eltern und Freunde als Heimtrainer, die Ausbildungsbetriebe als Unterstützer und die Ausbilder als Trainer, die Euch auf die richtige Position stellten.“ Aber nach dem Spiel sei vor dem Spiel, betonte Gisela Grimme. „Trainieren Sie weiter, arbeiten Sie weiter und finden Sie dabei die richtige Position für das nächste Spiel.“

Die Glückwünsche der Stadt überbrachte der künftige Oberbürgermeister Claudio Griese, der sich ganz sicher zeigte, dass alle Bäcker und Fachverkäuferinnen jetzt eine gute Chance hätten, auch eine Stelle zu finden. wft




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