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Kindergartenkinder besuchen Schule

Gut vorbereitet: Keine Angst vor der Einschulung

Eilsen (möh). Ehrfürchtig und still stehen die Kleinen auf dem Flur und hängen gebannt an den Lippen des Erwachsenen. Die Rede ist von den zukünftigen Erstklässlern, die von Schulleiter Joachim Preuß durch das Gebäude der Grundschule Heeßen geführt werden. Die Kinder aus den evangelischen Kindergärten I undII der Samtgemeinde Eilsen sollen die Räumlichkeiten und die dort arbeitenden Personen wie auch Hausmeister Dieter Wittkowski und Sekretärin Anette Honebein kennen lernen. Ziel dieser Aktion im Rahmen des Modellprojektes "Brückenjahr" ist es, Interesse und Neugier zu wecken und Ängste sowie Unsicherheiten vor dem neuen Gebäude und den neuen Bezugspersonen abzu bauen.

Grundschulrektor Joachim Preuß (links) erläutert den Kindergarte

Die Samtgemeinde Eilsen nimmt mit ihren Kindergärten I und II und der Grundschule Heeßen seit Herbst des vergangenen Jahres an dem Modellprojekt "Brückenjahr" des Landes Niedersachsen teil. Seit dieser Zeit ist die Zusammenarbeit zwischen Kindergärten und Grundschule intensiviert worden. So wurden bereits seit Jahren bestehende Aktionen zumÜbergang vom Kindergarten in die Grundschule weiter entwickelt und neue Angebote wie die Schulführung geplant. Außerdem turnen die Kleinen einmal wöchentlich in der Schulsporthalle (auch zusammen mit den Schulkindern), es gibt Lesepatenschaften und es wird eine Schulstunde in einer ersten Klasse besucht. Ferner erkunden die Kiga-Kinder den Schulhof mit seinen Pausenspielen, es wird eine Fahrt mit dem Schulbus angeboten und es findet eine Abschlussfeier der Aktionen gemeinsam mit den Lesepaten statt. Schließlich besuchen Klassenlehrerinnen die zukünftigen Schulkinder im Kindergarten. Das Modellprojektteam in Eilsen besteht aus den drei Erzieherinnen Christel Feindt, Sabine Glesinski und Renate Anderten sowie den zwei Lehrerinnen Ina Meier und Barbara Wolff. Das Land Niedersachsen bezuschusst das Modellprojekt in der Samtgemeinde mit knapp 60 000 Euro, da "das Ermitteln der Fähigkeiten und Fertigkeiten aller Kinder etwa 15 Monate vor der Einschulung gewährleisten soll, dass durch geeignete Bildungsangebote im letzten Kindergartenjahr für alle Kinder die bestmöglichen Voraussetzungen beim Übergang in die Grundschule geschaffen werden", wie es Ex-Kultusminister Bernd Busemann ausdrückte. Im vergangenen Jahr wurden bereits 12 800 Euro gezahlt. In diesem Jahr gibt es, wie Samtgemeindebürgermeister Bernd Schönemann mitteilte, knapp 30 000 Euro. Die Restsumme wird 2009überwiesen. Das Modellprojekt "Brückenjahr" läuft Ende Juli 2009 aus. Hintergrund: Bis zum Ende des Schuljahres 2002/2003 wurden die Fünf- bis Sechsjährigen an der Grundschule in Heeßen in Vorschulklassen unterrichtet. Seit diesem Zeitpunkt besuchen die Kinder im Vorschulalter bis zum Schuleintritt den Evangelischen Kindergarten I. Im Januar 2007 wurde der Evangelische Kindergarten II im Gemeindehaus eingerichtet. In den letzten Jahren aber stellte sich in regelmäßigen Gesprächen zwischen Erzieherinnen des Kindergartens und Lehrkräften der Schule heraus, dass über die Arbeit mit den Vorschulkindern ein teilweise divergierendes Bildungsverständnis besteht, das durch das Modellprojekt beseitigt werden soll. Übrigens: Im Landkreis Schaumburg nehmen insgesamt fünf Schulen am Modellprojekt "Brückenjahr" teil. Neben der Grundschule Heeßen sind das: Grundschule "Am Son- nenbrink" Stadthagen mit der evangelischen Kindertagesstätte "Schatzkiste", dem Regenbogenhaus und dem Kindergarten "Löwenzahn"; Grundschule "Julius-Ro- denberg-Schule" mit den Kindergärten Rodenberg I bis III und dem Kindergarten "Kun- terbunt"; Grundschule "Albert- Schweitzer-Schule" mit der Kindertagesstätte "Pusteblu- me", dem Kindergarten Pohle und dem Waldkindergarten in Lauenau; Grundschule "Auetal" mit der Kindertagesstätte Rolfshagen.



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