weather-image
29°
Statt Energiekosten zu verursachen, lieber laufend Einnahmen aus regenerativen Quellen beziehen

Gut Holz! Beim Wohnen einfach Strom sparen

Die Schweden sind kalte Winter gewohnt, deshalb sind alle Häuser kältebrückenfrei konstruiert, gut gedämmt und mit einer Dreifachverglasung ausgestattet. Auch in Deutschland lässt sich mit einer Villa Kunterbunt Energie sparen.

270_008_4240168_wo_101_060.jpg

Foto: djd/Trivselhus AB

Der unbefriedigende Ausgang des Klimagipfels in Kopenhagen ist für die Kommission der Europäischen Union (EU) kein Grund, die Anstrengungen beim Klimaschutz zu verringern. So sollen nach einem Entwurf aus Brüssel Neubauten voraussichtlich ab 2020 genauso viel Energie erzeugen, wie sie verbrauchen. Den Plänen liegt die Einsicht zugrunde, dass der Klimawandel nur mit einem radikalen Umdenken in der Energieerzeugung zu stoppen ist. Da gerade die Beheizung von Wohnhäusern zu einem großen Teil für den enormen CO2-Ausstoß verantwortlich gemacht wird, gilt es, neben der Nutzung regenerativer Energiequellen die Dämmung der Gebäudehülle weiter zu verbessern.

Bereit sein, für die Zukunft zu bauen, um damit zu einem energieautarken Haus zu gelangen – so lautet die Devise bei einigen Fertighausanbietern. „Durch die Einspeisevergütung aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) ist es schon heute möglich, Häuser zu bauen, die dem Bauherren laufende Einnahmen bringen, statt Energiekosten zu verursachen“, erklärt Jan Dahlgrün, Architekt beim zweitgrößten Hersteller von Holz-Fertighäusern in Schweden. „Neben Solarzellen, die Strom produzieren, sorgen auch Wärmepumpen dafür, selbst bei kalten Temperaturen noch Energie aus dem Erdreich zu gewinnen.“ Schon in der Planungsphase sollten deshalb so entscheidende Dinge wie der Sonnenverlauf berücksichtigt werden, damit die Verschattung in den Sommermonaten möglichst groß und die Sonneneinstrahlung in den Wintermonaten maximal ist.

Ob als traditionelles Schwedenhaus mit bunter Holzfassade und Satteldach oder modern mit verputzten Wänden, Pultdach und einer offenen, großzügigen und hellen Raumaufteilung – viele Häuser bringen es mit einer Dreifachverglasung und einer extrem guten Dämmung (KfW-60-Förderung) schon in diesen Zeiten standardmäßig auf einen sehr geringen Energiebedarf.

Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare