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Automobilclub-Vorsitzende und Bürgermeister nicht begeistert von individueller Buchstaben-Kombi

Gut gefahren – auch ohne eigenes Kennzeichen

Bad Münder (lil). Drückt das individuelle Kennzeichen nun Heimatverbundenheit aus, oder verursacht es lediglich Chaos? Die Meinungen über das Vorhaben von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU), Städte und Gemeinden frei über ihr Kfz-Kennzeichen entscheiden zu lassen, sind geteilt. Sollte der Bundesrat die entsprechende Verordnung billigen, hätten Münderaner erstmals die Gelegenheit, ihr ganz eigenes Kennzeichen aus der Taufe zu heben.

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Die Buchstaben-Kombination BM allerdings existiert bereits und steht für den Erftkreis in Bergheim, Nordrhein-Westfalen. Kurt Westphal, Vorsitzender der Treckerfreunde Sünteltal, spricht sich trotzdem für ein mündersches Kennzeichen aus. Die Abkürzung BMÜ als klares Bekenntnis zur eigenen Stadt – Westphal sieht da keine Probleme. „In den USA gibt es alle möglichen Kennzeichen. Wichtig ist, dass das Ganze entsprechend elektronisch registriert ist“, sagt er. Sein Verein habe zwar noch einen Schlepper, Baujahr 1958, mit dem alten SPR-Kennzeichen in Betrieb, aber das gehöre zu dem Oldtimer einfach dazu. „Ansonsten haben wir mit SPR ja nicht mehr viel zu tun“, ist der Treckerfreund überzeugt.

Alles andere als begeistert von Ramsauers Idee zeigt sich Volker Wenthe, Vorsitzender des Automobil-Clubs Bakede. Hätte jede Gemeinde ihr eigenes Kennzeichen, würde es Chaos geben, glaubt er. Die mögliche Vielzahl an Buchstaben-Kombinationen könnte dem Tankstellen-Betreiber zum Nachteil werden. „Die Kennzeichen der Leute, die nach dem Tanken ohne zu bezahlen wegfahren, wären so schlechter zu merken“, sagt Wenthe. Auch wenn er dem SPR-Kennzeichen nicht hinterhertrauert, wird er nie vergessen: „Ich hatte das letzte Kennzeichen: SPR-A-111.“

„Der Einfachheit halber sollte die Stadt es bei HM belassen“, meint Bernhard Reese, Vorsitzender des Automobilclubs Deister-Süntel. Allerdings: „Wenn ich ein neues Auto hätte, würde ich mich wieder für SPR entscheiden – der Tradition halber.“

Und was hält der Bürgermeister von einem eigenen Kfz-Kennzeichen für seine Stadt? „Ich sehe da andere Prioritäten“, sagt Hartmut Büttner. Da Bad Münder nie ein eigenes Kennzeichen hatte, hält er es für unangemessen, eins zu kreieren.



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