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Gut aufpassen!

Grillen an öffentlichen Plätzen: Das ist zu beachten

Springe/Bad Münder. Die Freiluftsaison hat begonnen. Für viele Menschen stellt sich da die Frage: Gelten fürs Grillen auf öffentlichen Anlagen die gleichen Versicherungsbedingungen wie zu Hause? Die Deutsche Vermögensberatung (DVAG) gibt Tipps für einen achtsamen Umgang mit Grill und Feuer.

Das Grillen gehört zu den liebsten Hobbys der Deutschen. Im vergangenen Jahr versammelten sich rund sieben Millionen Deutsche mehrmals im Monat am Grill – so die Verbrauchs- und Medienanalyse (VuMa). Wer keinen Garten hat, weicht gerne auf öffentliche Plätze wie Grünanlagen oder Flussufer aus.

Doch dies ist längst nicht überall erlaubt. Wo gegrillt werden darf, entscheidet jede Stadt und Kommune individuell. Zu erkennen sind öffentliche Grillplätze an entsprechenden Hinweisschildern. Darüber hinaus erteilen die Ordnungsämter oder die Internetseite der Gemeinde vorab Auskunft. Bleibt die Frage nach dem Versicherungsschutz auf öffentlichen Plätzen: Was ist, wenn Menschen sich verletzen oder Sachschaden entsteht? Beim Versicherungsschutz macht es keinen Unterschied, ob daheim oder auf öffentlichen Grillplätzen gegrillt wird. Kommt es zu einem Unfall, federt der passende Versicherungsschutz mögliche Folgekosten ab. Voraussetzungen sind angemessenes Verhalten und ein achtsamer Umgang mit dem Feuer.

Verletzt sich beim gemeinsamen Grillen einer der Gäste oder wird dessen Eigentum beschädigt, trägt die private Haftpflichtversicherung in der Regel die Kosten. Eine Ausnahme: Die Kosten werden nicht übernommen, wenn nachweislich „vorsätzlich“ gehandelt wurde. Mit anderen Worten: eine mögliche Gefahr mit Willen und Wissen in Kauf genommen wurde. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn Brandbeschleuniger wie Benzin oder Spiritus zum Einsatz kamen. Der übermäßige Konsum von Alkohol kann ebenfalls den Versicherungsschutz beeinträchtigen. Grundsätzlich gilt: Wird an nicht zugelassenen Orten gegrillt, droht ein Bußgeld. Dafür kommt die private Haftpflichtversicherung nicht auf.

Verletzt sich jemand während des Grillens, kommt nicht die gesetzliche Unfallversicherung zum Tragen. Das Grillen zählt zum Freizeitvergnügen, damit greift im Falle einer selbst verursachten Verletzung die private Unfallversicherung. Auch hier können übermäßiger Alkoholkonsum oder vorsätzliches Verhalten den Versicherungsschutz schmälern oder gar ganz aufheben.




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