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Gemeinderat stellt TuS Südhorsten Zuschüsse für Sanierung in Aussicht / Tartan bevorzugt

Gummi statt Kunstrasen auf den Tennisplätzen

Südhorsten (gus). Der TuS Südhorsten erhält kommunale Unterstützung bei der Erneuerung der Tennisplätze. Dies hat der Gemeinderat signalisiert. Der TuS ist einverstanden, dass eine günstigere Teilsanierung in Angriff genommen wird.

Schnee von gestern: Die Tennisplätze stehen vor der Sanierung.

Der Verein hatte beantragt, dass sich die Gemeinde finanziell an der Sanierung zweier Tennisplätze beteiligt. In der jüngsten Ratssitzung ergaben sich aus dem Vortrag des Planers, Karsten Winkelmann von der Firma Polytan Sportstättenbau, noch einige Detailfragen.

Zwei Varianten standen zur Auswahl, die teurere wäre in einen nagelneuen Kunstrasenplatz gemündet. Gern hätte der TuS Südhorsten die „große Lösung“ realisiert bekommen, doch Vorsitzender Matthias Wallbaum räumte ein, dass dies wohl angesichts der Zahl der Tennisspieler überdimensioniert wäre. Geschätzte 50 000 Euro würde die Komplettsanierung kosten. Etwa 18 500 Euro die Teilsanierung.

Nach der günstigeren Variante soll eine Tartanschicht installiert werden. Diese könnte eine Perforierung erhalten – sieben Löcher müssen durch die Schicht gebohrt werden. Pro Quadratmeter. Das fragliche Areal ist mehr als 1000 Quadratmeter groß. Winkelmann wies darauf hin, dass diese Arbeit auch in Form von Eigenleistung des Vereins erfolgen könnte. Dagegen sprach sich Bürgermeister Adolf Neitsch aus. Schließlich müssten die 7000 Löcher auch wieder mit Granulat gefüllt werden.

Das Problem ist nämlich der Wasserablauf. Nach dem Auftragen einer neuen Schicht wäre dies nicht ad acta gelegt, auch wenn die neue Oberfläche wasserdurchlässig wäre. Denn es befindet sich noch die ältere Deckschicht unter dem neuen Belag. Und bei dieser treten laut Wallbaum seit fünf Jahren Probleme mit der Durchlässigkeit auf.

Sechs bis neun Jahre lang würde die neue Oberfläche nach Schätzung Winkelmanns keine Probleme machen. Allerdings räumte Winkelmann ein, dass er noch nicht einmal hundertprozentig sicher ist, dass eine Perforierung des Gummis überhaupt technisch sinnvoll ist. Dies will der Fachmann nun in Erfahrung bringen.

Martina Lohmann (CDU) kritisierte die Debatte im Grundsatz: Anstatt dem TuS vorzuschreiben, was gemacht wird, solle der Verein das Vorgehen selbst bestimmen. Der Rat könne dann eine Zuschusshöhe festsetzen. Manfred Kesselring (SPD) stimmte Lohmann zu, aber er verwies auf die unsichere Kostenlage. Es sei zu klären, wie teuer das Vorhaben wird – auch im Sinne des TuS. Wallbaum erklärte, er sei mit der Teilsanierung einverstanden.

Beschlossen wurde angesichts der noch zu klärenden technischen Frage nichts. Außerdem soll ein weiteres Angebot einer anderen Firma zum Vergleich mit dem Polytan-Zahlenwerk eingeholt werden. Im Rat herrschte allerdings Einigkeit darin, den Verein unterstützen zu wollen. Im Gespräch sind 12 000 Euro an Zuschuss.



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