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Grundsteuer in Bad Münder: Hausbau nur in Hameln teurer

BAD MÜNDER. Häuslebauer haben sie im Blick, Grundstücksbesitzer ebenso, Mieter sollten sie im Blick haben: Die Grundsteuer. Wer in Deutschland ein Haus baut oder besitzt, muss die Abgabe an die Gemeinde zahlen. Vermieter können sie auf die Miete umlegen, für die Stadt ist es ein einträgliches Geschäft.

Teurer Hausbau: Die Grundsteuer B wurde in Bad Münder 2012 für den Zukunftsvertrag angehoben - auch heute ist nur Hameln im Landkreis teurer. Archivfoto: Dittrich

Autor:

Birte Hansen Und Benedikt Dittrich

2,796 Millionen Euro plant die Verwaltung für das aktuelle Haushaltsjahr an Einnahmen durch die Grundsteuer B – 37 000 Euro mehr als im Vorjahr. Nach der Gewerbesteuer und dem Anteil an der Einkommenssteuer ist es der dritthöchste Posten an Steuereinnahmen für die Stadt.

Was die Hebesätze angeht, liegt Bad Münder auf Platz zwei im Landkreis – nur Hameln ist teurer. Wie hoch die Grundsteuer konkret ausfällt, hängt von mehreren Faktoren ab – zum Beispiel vom Einheitswert eines Objekts, der beim Finanzamt festgelegt wird, aber eben auch von dem Ort, an dem es steht. Denn die Gemeinden können die Hebesätze selbst bestimmen. Das gilt auch für die Grundsteuer A für Land- und Forstwirtschaftliche Grundstücke. Zuletzt wurden die Hebesätze in Bad Münder im Januar 2012 angehoben. Es war laut Stadtverwaltung eine der Vorgaben vom Land für den Zukunftsvertrag, dass in Bad Münder die Steuersätze über den Landesdurchschnitt angehoben werden mussten. Inzwischen liegt Bad Münder wieder im Schnitt – zumindest auf ganz Deutschland bezogen: Laut Bund der Steuerzahler lag der für die Grundsteuer B berechnete Bundesdurchschnitt im Vorjahr bei 414 Punkten. Die Gemeinde mit dem niedrigsten Hebesatz in Niedersachsen ist übrigens Gorleben im Kreis Lüchow-Dannenberg, am teuersten diesbezüglich ist die Landeshauptstadt Hannover mit 600 Prozentpunkten. Hameln liegt mit 550 Punkten nochmal 140 Punkte über der Kurstadt und gleichauf mit der Gemeinde Seelze.

Bedeutet: Wenn ein Eigentümer ein Haus besitzt, dass einen Wert von 250.000 Euro hat, werden in Bad Münder dafür 3018,75 Euro pro Jahr fällig – in Hameln 1800 Euro mehr.

Mit der Grundsteuer B nahmen die Gemeinden in Niedersachsen im Jahr 2015 rund 1,8 Milliarden Euro ein, während es beim Nachbarn Nordrhein-Westfalen fast 3,4 Milliarden Euro sind. Damit liegt NRW an der Spitze der Länder. Bei der Pro-Kopf-Berechnung dagegen liegt Hamburg an Platz 1 mit 251 Euro. 12,8 Milliarden Euro sind es in Deutschland insgesamt. In Hameln waren als Einnahmen aus der Grundsteuer B im vergangenen Jahr 13,9 Millionen Euro im städtischen Haushalt eingeplant, in diesem Jahr sind es 50.000 Euro mehr.



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