weather-image
25°
Politik regt Namensgebung an / Einrichtung in der Kernstadt könnte „Söltjer-Grundschule“ heißen

Grundschul-Namen für mehr Identifikation?

Bad Münder (jhr). Abraham Lincoln, Hinrich-Wilhelm Kopf, Astrid Lindgren: Die weiterführenden Schulen in Bad Münder tragen ihre Namen mit Stolz, im Unterricht wird die Geschichte der Namenspatrone thematisiert. Die städtischen Grundschulen müssen bei diesem Thema passen – zu Unrecht, wie viele Lokalpolitiker meinen. Sie regen eine Diskussion um Namen für die Grundschulen der Stadt an.


Eine „bessere Außendarstellung in der Öffentlichkeit“ erhofft sich beispielsweise Helmuth Mönkeberg (proBürger) von den Schulnamen. „Söltjer-Grundschule“ könnte die Einrichtung der Kernstadt heißen, allerdings müsste sich der Schulvorstand zunächst mit dem Thema Namen befassen. Auch für die anderen vier Schulen der Stadt sollte über eine Namensgebung nachgedacht werden. Zustimmung findet Mönkebergs Vorstoß bei Uwe Nötzel von der SPD, der ihn vorbehaltlos unterstützt. „Eine vernünftige Sache“, sagt auch Henning Schnelle von der CDU.

Für einige Schulleiter ist das Thema der Namensfindung für ihre Schulen indes nicht neu. Als Elke Bode vor vier Jahren die Leitung in Bakede übernahm, war eine ihrer ersten Anregungen die der Namensgebung. Dass die Schule noch heute unter „Grundschule Bakede“ geführt wird, ist Ergebnis einer langen Diskussion: Es habe sich einfach als sehr schwierig erwiesen, einen Namen zu finden, der sowohl Eltern, Schülern als auch anderen Gruppen im Ort gerecht werde. Ein Name wie „Schule im Sünteltal“ ermögliche sehr viel leichter auch die Identifikation der Kinder in Hamelspringe oder Egestorf, die im Einzugsgebiet der Schule leben, mit der Einrichtung, biete aber auch Nachteile. Auf einen weist der neue mündersche Rektor Christoph Schieb hin: So werde die „Grundschule Sünteltal“ mit Hamelner Postanschrift sehr viel ehr in Hameln als in Holtensen erwartet, wo sie aber zu finden sei.

Während für die Rektorinnen in Hachmühlen und Flegessen ähnlich wie für Schieb eine Namensgebung derzeit kein Thema ist, erinnert Barbara Schnabel in Eimbeckhausen an die dortige Diskussion: Ihre Bestrebungen bei Amtsantritt, der Schule einen Namen zu geben, sei von der Stadt mit dem Hinweis begegnet worden, dass dafür keine Veranlassung bestehe – die bisherigen Bezeichnungen ermöglichten die Identifikation mit den Ortsteilen.

Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare