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Grundschüler warnen vor Verkehrsgefährdung durch Elterntaxis

BAD MÜNDER. Nachdem alles Reden nicht geholfen hat, wollen Rektor Christoph Schieb und seine Schüler nun mit anderen Mitteln auf die gefährliche Situation vor der Grundschule aufmerksam machen. Dort kommt es nämlich jeden Tag zu gefährlichen Situationen.

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Autor:

Christoph Huppert

Ausgelöst vor allem durch Eltern, die ihre Kinder zur Schule bringen und am Nachmittag wieder abholen. Schieb: „Da wird trotz absolutem Halteverbot geparkt, da wird die Zufahrt zum Laurentiusweg verstopft, sodass der Bus nicht durchkommt. Vor allem aber die Rechts-vor-Links Regelung an der Ecke Laurentiusweg und Wallstraße wird häufig missachtet.“ Eine erhebliche Gefahr für kleine Radfahrer, die nicht nur bei der Radfahrprüfung teilweise, so Schieb, „in haarsträubend gefährliche Situationen geraten“.

Mit einer Plakataktion wollen die Grundschüler jetzt auf die Gefahren aufmerksam machen. Die neunjährige Amelie und der ein Jahr jüngere Theo aus der 4A präsentieren die insgesamt zwölf Plakate, die die Leiterin der Münderaner Kunstwerkstatt, Silke Behnke, mit den Schülern im nachmittäglichen Kunstkurs erarbeitet hat. „Das ist eine prima Zusammenarbeit zwischen Schule und der Kunstwerkstatt gewesen“, lobt Behnke. Dabei hätten die Schüler die Technik des Druckes und der Plakatgestaltung gelernt. Etwa wie auf dem Aufstellplakat, auf dem das Motto „Der Bus muss durch“ steht.

Auch für die an der Grundschule für Verkehrserziehung zuständige Lehrerin Renate Garbe-Küther ist das Projekt ein Stück aktive Verkehrserziehung. Die Plakate sollen früh zum Schulbeginn aufgestellt und am Nachmittag wieder hereingeholt werden, so die Pädagogin.

„Wir wollen versuchen, statt restriktiver Maßnahmen die Eltern über die Kinder anzusprechen, denn die Diskussion um das Verhalten der Eltern, ihre Kinder mit dem Auto zur Schule zu bringen, hat viele Aggressionen freigesetzt“, berichtet der Elternvertreter Mattias Kleyboldt. „Die Kinder können ruhig ein paar Meter selbstständig zu Fuß gehen, sich treffen und miteinander reden“, bestätigt auch Garbe-Küther. Deshalb statt Knöllchen der plakative Zeigefinger.

Eine kleine vorgeschobene „Nase“ solle an der Einmündung des Laurentiusweges zusätzlich eine Verkehrsberuhigung schaffen, fordert Schieb, der im Übrigen für ein Rondell oder einen Wendehammer vor der gerade im Neubau befindlichen Sporthalle plädiert. „Die Zufahrt soll dann ausschließlich über die Bahnhofstraße abgewickelt werden“, so der Schulleiter. Amelie und Theo jedenfalls hoffen, dass ihre Plakate ihre erzieherische Wirkung auf Eltern und Autofahrer vor ihrer Schule nicht verfehlen.



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