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Premiere im Landkreis: Nienstädter Ampelanlage wird mit Überwachungstechnik ausgestattet

Grünes Licht fürs Blitzen von Rotlichtsündern

Nienstädt (gus). Die Ampel an der Nienstädter Kreuzung B 65/Bahnhofstraße wird als erste im Landkreis Schaumburg mit einer Rotlichtüberwachungsanlage ausgestattet. Mit dieser Nachricht sorgte Verwaltungschef Rolf Harmening bei der jüngsten Samtgemeinderatssitzung für Aufsehen.

Jetzt haben Arbeiter damit begonnen, das einemüblichen Starenkasten ähnliche Gerät an der Ampel zu installieren. Spätestens am heutigen Mittwoch sollen die Arbeiten beendet sein. Anschließend wird es teuer, wenn Auto-, Lastwagen- oder Motorradfahrer bei Rotlicht über die Kreuzung fahren, denn dann blitzt es. Laut dem Bußgeldkatalog der Polizei kostet das Überfahren einer roten Ampel mindestens 50 Euro und bringt drei Punkte in Flensburg. Bei Verkehrsgefährdung sind 125 Euro und vier Punkte fällig. Außerdem wird der Führerschein für einen Monat entzogen. Gleiches gilt, wenn die Ampel überfahren wird, nachdem bereits mindestens eine Sekunde lang das rote Licht geleuchtet hat. Und dass Gefahr an der Stelle entsteht, wenn jemand bei Rotüber die Kreuzung fährt, ist naheliegend. Der Grund für die Maßnahme ist die Sicherung des Schulwegs. Dort überqueren Schulkinder die Bundesstraße 65, um zum Bus zu gelangen. Die Schülerlotsen haben nach Darstellung Harmenings berichtet, dass häufig Verkehrsteilnehmer das rote Lichtsignal missachten. Der Landkreis hat als Untere Verkehrsbehörde grünes Licht für den Antrag auf eine Rotlichtüberwachung erteilt. In dieser Woche wird die Anlage, die auch bei erhöhter Geschwindigkeit auslöst, allerdings noch nicht scharfgeschaltet. Nach Worten von Kreispressesprecher Klaus Heimann folgt nach der In stallation zunächst eine Testphase. In dieser Zeit werde die Anlage geeicht, sagte Heimann. Schließlich sei sicherzustellen, dass auch wirklich nur bei Rot und bei zu hohem Tempo geblitzt wird. Scharfgeschaltet wird die Rotlichtüberwachungsanlage mit denselben Kameras, die auch in den 16 Starenkästen im Landkreis eingesetzt werden. Wie bei den konventionellen Blitzern erfolgt ein turnusmäßiger Wechsel.




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