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Ortsverbandsvorsitzende Michel: „Wir haben uns die Entscheidung nicht leichtgemacht“ / Lob für Blome

Grüne Wahlkampfhilfe für Roeder

Bad Pyrmont. Die Pyrmonter Grünen unterstützen im Bürgermeisterwahlkampf die Kandidatin der SPD, Amtsinhaberin Elke Christina Roeder. Das haben Ute Michel und Klaus Muchow mitgeteilt. „So klar ist das Ergebnis nicht, wir haben uns die Entscheidung nicht leichtgemacht“, versicherte die Ortsverbandsvorsitzende Michel. „Dabei war uns besonders wichtig, eine Entscheidung in einem für alle Kandidaten fairen und transparenten Prozess herbeizuführen.“

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Jeweils 45 Minuten hatten Roeder und ihr Konkurrent Klaus Blome Zeit, sich selbst und ihre Positionen den Mitgliedern des Ortsverbandes vorzustellen und Fragen zu beantworten. Die Themenpalette reichte von der Kinderbetreuung, den Bildungsmöglichkeiten und Freizeitangeboten für Jugendliche über die Barrierefreiheit, das ehrenamtliche Engagement bis hin zur wirtschaftlichen Entwicklung, die sehr angespannte finanzielle Lage der Stadt und die Energiewende vor Ort.

„Auf die Frage, wie sie die städtischen Finanzen in den Griff bekommen wollen, haben sich beide Kandidaten nicht festgelegt“, so Muchow. Das sei angesichts der schwierigen Situation aber auch nicht unbedingt zu erwarten gewesen. „Wir erwarten allerdings, dass ein Bürgermeister oder eine Bürgermeisterin bereit ist, auch unbequeme Entscheidungen zu treffen, um die nachfolgenden Generationen nicht zu belasten“, so Michel.

Die Diskussion der Mitglieder endete laut Michel mit einem einstimmigen Votum pro Roeder. Beeindruckt habe ihn, so Muchow, wie gut Blome vorbereitet gewesen sei. „Das war wirklich ein guter Auftritt und ein neuer Politikstil.“ Positiv zur Kenntnis genommen habe man, dass er kein Parteimitglied sei. „Er hat eben den zweiten Platz in einem Schönheitswettbewerb gewonnen.“

Für Roeder habe nicht zuletzt gesprochen, dass sich die Grünen-Fraktion trotz einiger unterschiedlicher Positionen in der Zusammenarbeit mit der Bürgermeisterin gut aufgehoben und sich ernst genommen fühle, so der Fraktionssprecher, der als Beispiele für die erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Grünen den Fair-Trade-Titel der Stadt, das papierlose Rathaus und die in Vorbereitung befindliche Baumschutzsatzung nennt. „Nur beim Jugendzentrum, da hat sich bislang leider nichts getan.“ Die Grünen erwarten von Roeder im Fall eines Wahlsieges, dass sie sich für die geplante Ausweitung des Vorranggebietes für die Nutzung von Windkraft bei Eichenborn einsetzt und dabei auch die Einwände der Luftsportgemeinschaft Bad Pyrmont-Lügde ausräumt.

Doch unabhängig vom Ausgang der Wahl werde man mit dem jeweiligen Amtsträger zum Wohle der Stadt konstruktiv zusammenarbeiten, versicherte Michel.



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