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Es gibt zwei Bewerber um die Bundestagskandidatur

Grüne haben die Auswahl

Landkreis (sk). Bei den Grünen bewerben sich im Wahlkreis Nienburg-Schaumburg anders als bei vorangegangenen Wahlen zwei Parteimitglieder um die Kandidatur zur Bundestagswahl 2009. Katja Keul, Vorstandssprecherin des Kreisverbandes Nienburg, hat sich in der Mitgliederversammlung der Schaumburger Grünen vorgestellt. Der Schaumburger Bewerber Wilhelm Klusmeier (Bückeburg) gab eine schriftliche Vorstellung ab, da er aus familiären Gründen nicht teilnehmen konnte.

Bei vergangenen Bundestagswahlen haben die Grünen-Kreisverbände Nienburg und Schaumburg abwechselnd einen Kandidaten für den gemeinsamen Wahlkreis gestellt. Für die Bundestagswahl 2009 sei der Kreisverband Schaumburg mit einer Kandidaten-Benennung an der Reihe gewesen, und darauf habe man sich auch einlassen wollen, äußerte Manfred Sanftleben, langjähriges Nienburger Kreisverbandsmitglied. Da sich bezüglich einer Kandidatenaufstellung in Schaumburg bis zum Sommer jedoch "nichts getan" habe, habe man aus den eigenen Reihen Katja Keul zur Kandidatur ermutigt. Diese sei jetzt soweit, sowohl für einen Listenplatz wie für ein Direktmandat zu kandidieren. In einer Wahlkreiskonferenz am 26. November in Wölpinghausen müssen die Grünen nun entscheiden, wer den Wahlkreis vertreten soll. Der 38-jährigen Katja Keul, Rechtsanwältin und Mutter von drei Kindern, liegt besonders die Beseitigung der Kinderarmut in Deutschland am Herzen. Als Fachanwältin für Familienrecht sei sie vermehrt mit sozialen Notlagen ihrer Klienten und deren Kindern, etwa nach Scheidungen, konfrontiert. Hier für Gerechtigkeit zu sorgen, sei ihr Anliegen. Keul: "Ich empfinde mich als Anwältin der Schwachen". Dass Väter nach einer Trennung nicht für ihrer Kinder aufkommen können, sei früher eine Ausnahme gewesen, heute eher die Regel. Mit Unterhaltsvorschuss, der oft nicht zurückerstattet werde, trete derStaat für die Versorgung betroffener Kinder ein. Vor diesem Hintergrund könne das Gemeinwesen besser gleich ein Kindergrundeinkommen sicher stellen. Die Versorgung der Kinder inöffentlichen Einrichtungen will Wilhelm Klusmeier sicherstellen. Der Vorsitzende des Stadtelternrates in Bückeburg plädiert für den Aufbau von Krippenplätzen und Ganztagskindergärten, ebenso für eine Essenversorgung der Schüler mit frisch zubereiteten Speisen. Die Ausgestaltung einer günstigen Infrastruktur für Kinderbetreuung befürwortete außerdem Brigitte Pothmer. Die Sprecherin für Arbeitsmarktpolitik in der grünen Bundestagsfraktion sprach in der Versammlung über "Grüne Marktwirtschaft".




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