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Veranstalter ziehen positive Zwischenbilanz / Heute „Familientag“ auf dem Festplatz Lindenallee

Grosser Rummel auf der Kirmes

Bad Münder (jhr). Die Charts werden hoch und runter gespielt, die Regler nur für kurze Ansagen nach unten gefahren. „Kommt ran, einsteigen, zusteigen, die nächste Fahrt. Gleich geht‘s wieder ab hier“ – der Rummel hat seine ganz eigene Geräuschkulisse, und am Wochenende war sie auf dem Festplatz an der Lindenallee ausgiebig zu genießen. Mit der Deisterkirmes machte seit langer Zeit mal wieder eine reine Kirmes Station in Bad Münder.

Außen wird‘s eng – im Musik Express sind rasante Fahrten angesagt. Wer‘s ruhiger mag, nutzt das Kinderkarussel

„Keine Nieten“ heißt es vor der Losbude, im Besucherstrom lässt sich ein Pärchen Hand in Hand treiben, ein strahlendes kleines Mädchen hält sich vorm Kinderkarussell am Hosenbein des Vaters fest. Jürgen Schädel, der die Kirmes mit seiner Firma Deister Print Events organisiert, beobachtet das bunte Treiben mit sichtlichem Genuss. „Für das erste Mal ist das bislang gut gelaufen. Ich bin zufrieden“, zieht er zwischen Zuckerwatte und Geisterbahn Zwischenbilanz. Dabei hat Bad Münder unter Schaustellern nicht unbedingt einen guten Ruf: „Die letzten Jahre ist hier nicht viel gegangen“, sagt Schädel – er hat es dennoch gewagt und Bad Münder in eine „Reise“ mit Lauenau, Hameln, Bodenwerder und Hildesheim eingebunden und auf diese Weise acht große Fahrgeschäfte auf den Festplatz gezogen. Rund 60 Menschen – Schausteller, Budenbesitzer und ihre Angestellten – arbeiten auf der Kirmes, einer davon ist Autoscooter-Betreiber Robert Tacke. „Wir kommen rum, aber das lässt sich noch steigern“, urteilt er über den Erstling Deisterkirmes. Was ihm aufgefallen ist: „Die Leute hier gehen erst spät los.“ Das Feuerwerk am Samstagabend (Tacke: „Zwölf Minuten lang und wunderschön“) habe wie ein Magnet gewirkt, der Platz sei plötzlich voll geworden.

Bereits am Freitag probierte sich Ortsbürgermeisterin Petra Joumaah durch die Fahrgeschäfte und half beim zünftigen Fassabstich zur offiziellen Eröffnung mit.

Für Schädel steht bereits fest, dass die Deisterkirmes zu einer festen Einrichtung werden kann – im Miteinander mit den Vereinen und der Feuerwehr und ihren Zeltfesten, wie er betont. „Wir stehen bereit“, sagt er.

Heute wird um 14 Uhr der letzte Kirmestag eingeläutet, viele Fahrgeschäfte bieten reduzierte Preise an. Am späten Abend wird dann gepackt – die Kirmes zieht weiter. Nächster Halt: Festplatz Hildesheim.



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