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Wie wertvolle Lebensmittel vor dem Müll gerettet werden können

Grillen ohne Reste

Das Bundeslandwirtschaftsministerium hat einen Kurzratgeber zur Partyplanung, Lagerung von Fleisch und Wurst sowie mit Rezeptideen für Grillreste herausgebracht. Mit der Aktion „Zu gut für die Tonne“ soll verhindert werden, dass unnötig wertvolle Lebensmittel im Müll landen.

Kluge Planung rettet Lebensmittel:

Mit einer Gästeliste lassen sich die Mengen für das geplante Fest gut kalkulieren: Bei Grillfleisch sollte man mit etwa 200 bis 300 Gramm pro Person rechnen, bei Bratwürsten mit zwei bis drei Stück für jeden. Für Vegetarier eignen sich Tofuwürstchen oder Fetakäse. Auch in Alufolie eingewickeltes Gemüse lässt sich prima auf dem Grill zubereiten.

Erst einen Tag vor der Party einkaufen:

Damit das Grillgut nicht zu schnell verdirbt, erst am Tag vor der Party einkaufen. Falls das Wetter dann doch nicht mitspielt, können Steak & Co. auch noch zwei Tage später auf den Rost. Im untersten Fach des Kühlschranks hält sich frisches Rindfleisch drei bis vier Tage und Schweinefleisch zwei bis drei Tage. Frisches Geflügelfleisch sollte innerhalb von ein bis zwei Tagen verarbeitet werden. Bei vorverpacktem Fleisch ist das Verbrauchsdatum zu beachten.

Mariniertes Fleisch:

Eine Marinade auf Bier-, Wein- oder Ölbasis gibt dem Fleisch nicht nur ein ganz besonderes Aroma, sie bewahrt es auch vor dem Austrocknen und frühzeitigem Verderben. Dünne Fleischscheiben sollten ein bis zwei Stunden darin liegen. Die Marinade sollte die Stücke dabei vollständig bedecken und alles sollte in einem luftdichten Gefäß im Kühlschrank aufbewahrt werden. Geflügel muss lediglich einmal kurz durch die Marinade gezogen werden.

Tiefgekühltes nicht auf den heißen Rost:

Achtung bei Tiefgekühltem: Schnitzel, Steaks und Hähnchenschenkel sollten vor dem Grillen langsam auftauen. Landen die gefrorenen Stücke direkt auf der Flamme, zerstören die Eiskristalle die Fleischstruktur und machen die Leckerbissen trocken und zäh. Auftauen sollten Fleisch und Wurst möglichst immer im Kühlschrank. Sonst besteht die Gefahr, dass das Gefriergut verdirbt oder ledrig wird. Besonders vorsichtig müssen Verbraucher bei Geflügelfleisch sein: Um einer Salmonellenvergiftung vorzubeugen, sollte die Auftauflüssigkeit regelmäßig abgegossen werden. Denn darin vermehren sich Bakterien besonders gut.

Rezepte für Grillreste:

Bleiben trotz guter Planung Reste übrig, gilt: Grillfleisch und Bratwürste sicherheitshalber nicht mehr einfrieren, wenn sie außerhalb des Kühlschranks gelegen haben. Stattdessen das übrig gebliebene Grillgut einmal ordentlich durchbraten, damit alle Keime abgetötet sind. Würstchen und Steaks kann man anschließend kreativ weiter verarbeiten.

Gefüllte Grillpaprika (von Sternekoch, Kochbuch-Autor, Gastwirt und Fernsehkoch Alfons Schuhbeck): Zutaten für sechs Personen: drei große rote Paprikaschoten, 40 g Toastbrot, 50 ml Milch, eine halbe kleine Zwiebel, beliebiges Hackfleisch, ein Ei, zwei Teelöffel scharfer Senf, ein EL frisch geschnittene Petersilie, ein TL Muskatnuss, Salz. Zubereitung: Das Brot in Würfel schneiden und mit der Milch mischen. Die Zwiebel in Würfel schneiden und bei milder Hitze im Öl glasig anschwitzen. Die Reste in 0,5 bis 1 Zentimeter große Stücke schneiden. Das Hackfleisch mit dem eigenweichten Brot, Zwiebeln, Ei und Senf glatt rühren. Die Reste mit der Petersilie untermischen und mit Majoran, Zitronenabrieb, Knoblauch, Chiliflocken, Muskatnuss und Salz würzen. Paprikaschoten längs halbieren und mit Hackfleischmasse füllen, jede Hälfte auf ein Blatt Alufolie setzen, die Enden darüber zusammenfalten und auf dem Grill bei milder Flamme etwa eine Viertelstunde garen.

Bratwurstsalat: (von Gastronom und Autor Erec Jacobson Zutaten für vier Personen: zwei Bratwürste, eine Zwiebel, eine Essiggurke, 120 ml Wasser, 30 ml Essig, 20 ml Öl, ein TL Salz, drei TL Zucker, eine Prise Pfeffer. Zubereitung: Aus Wasser, Essig, Öl, Salz, Pfeffer, Zucker und Gurkensud ein Salatdressing herstellen, Die Bratwürste in feine Scheiben schneiden, ebenso die Gewürzgurke. Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden, Kräuter waschen und ebenfalls schneiden. Alle Zutaten ins Salatdressing geben und eine halbe Stunde im Kühlschrank marinieren. Tipp: Nach Belieben kann man den Bratwurstsalat wie einen normalen Wurstsalat mit Käse bereichern. red

Tipps für die Planung einer Grillparty und Rezepte für leckere Resteverwertung bietet das Bundeslandwirtschaftsministerium mit seiner Aktion „Zu gut für die Tonne“ an. Fotolia




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