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„Grau ist Geil“ rockt im Hofcafé

FLEGESSEN. GIG, Grau Ist Geil, nennen sich die Vollblutrocker aus Hameln in selbstironischer Anspielung auf die nicht mehr so üppige Haarpracht. Das Quartett, zwar graumeliert geworden, aber innerlich jung geblieben mit der Begeisterung für die Rockmusik der Sechziger und Siebziger, sorgte für Begeisterung im Hofcafé.

Überzeugten mit ihrer Begeisterung für die Musik der Sechziger und Siebziger (v.l.): Rainer Schams, Ulli Besser, Gerhard Schaefer, Klaus Kawan. Foto: Honig

Autor

Gerhard Honig Reporter

Wie viel Dezibel hält eigentlich ein historisches Gemäuer wie die Wanderscheune des Hofcafés aus, bevor sich Risse zeigen? Zwar eine eher theoretische Frage, gleichwohl mag sie sich der eine oder andere Gast gestellt haben, als GIG loslegten mit ihrem „Classic Rock – fast wie vom Tonband“.

GIG, Grau Ist Geil, nennen sie sich, diese Vollblutrocker aus Hameln, mit einer Ausnahme alles pensionierte Lehrkräfte, in selbstironischer Anspielung auf die nicht mehr so üppige Haarpracht. Das Quartett mit Klaus Kawan (Bass), Rainer Schams (Gitarre, Keyboard, Gesang), Ulli Besser (Gitarre und Gesang) sowie Gerhard Schaefer (Schlagzeug und Gesang) ist zwar graumeliert geworden, aber schlank und innerlich jung geblieben mit der Begeisterung für jene Musik der Sechziger und Siebziger, trat jetzt zum wiederholten Mal in Flegessen auf und wurde von Astrid Werner in ihren Begrüßungsworten wie alte Bekannte vorgestellt.

Bei der Anmoderation der insgesamt 24 Titel in drei Blöcken wechselten sie sich ab und hatten zu manchem Song eine nette Anekdote parat, etwa wenn es um bekanntere Stücke von Beatles oder Stones ging.

Schon nach dem ersten Titel „Money For Nothing“ machten sie klar, wie hier die Post abgeht. Gnadenlos hämmerte der Rocksound aus den meterhohen Verstärkertürmen, glänzte Ulli Besser bei „Still Got The Blues“ mit seinen Gitarrensoli, wobei am Ende des zweiten Teils eine Saite wegknallte und schlaff herunterhing.

Drummer Gerhard Schaefer gefiel neben seiner Schwerstarbeit mit beiden Armen auch noch durch stimmige Gesangseinlagen. Klaus Kawan hatte am Bass die Rhythmen stets im Griff, gewissermaßen als Fundament des Gesamtsounds, während sich Rainer Schams je nach Titel stehend mit Gitarrensaiten oder sitzend mit Orgeltasten befasste, hin und wieder auch mit humorigen Texten ein anerkennendes Lächeln auf die Gesichter der Zuschauer zauberte.

Die Besucher in der Scheune hielt es nicht auf ihren Plätzen, ihnen genügte nicht das Fußwippen, und es wurde zeitweilig im Zwischengang getanzt – ganz so, wie die Akteure auf der Bühne es haben wollten. Nachdem der letzte Titel des dritten Teils mit „Roll Over Beethoven“ sowie die Zugaben „Blue Suede Shoes“ und „Wonderful Tonight“ in die wundervolle Nacht verklungen waren, kehrte wohlverdiente Ruhe ein zwischen den altehrwürdigen Mauern des Hofcafés.

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