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Gott ist vor allem Vater

Viele Menschen fragen sich wahrscheinlich heutzutage: Was ist das eigentlich für ein Gott, den die Bibel da beschreibt?

Autor:

Pastor Detlev Brandt

Ist er ein gerechter Gott? Etwa ein barmherziger Gott? Ein liebevoller Gott? Ein zorniger, gnädiger, allmächtiger, leidender, suchender oder eifersüchtiger Gott? Führt uns dieser Gott, beschützt er uns? Ist er geduldig? Ist er ein erlösender Gott? Was ist das für ein Gott, den die Bibel beschreibt? Herrliche Beschreibungen von Gott finden wir vor allem im biblischen Lukasevangelium. Dort ist es Jesus Christus, der uns von Gott erzählt: Er erzählt von Gott als dem barmherzigen Vater, der den verlorenen Sohn in seine Arme schließt. Jesus erzählt von Gott als dem Sämann, der den Samen in den Acker unserer Seele aussät. Jesus erzählt von Gott als dem Freund, der nachts für uns aufsteht, um uns zu geben, was wir brauchen. Jesus erzählt von Gott als dem Guten Hirten, der das verlorene Schaf sucht und es liebevoll auf seine Schulter nimmt und nach Hause trägt. Zusammenfassend kann man sagen: Jesus erzählt von Gott als jemandem, mit dem man in Beziehung leben kann. Wir leben heute in einer Zeit, in der viele Menschen sich unter Gott nichts mehr vorstellen können. Für sie ist Gott zu einem leeren Begriff geworden. Oder aber viele Menschen haben sich ihren eigenen Gott zurechtgemacht. Leider bleibt der Gott der Bibel dann immer eingeschränkt auf das menschliche Vorstellungsvermögen oder das persönliche Wunschdenken. Oder die Vorstellung von Gott ist eine Mixtur aus christlichem, esoterischem und fernöstlichem Gedankengut. Jesus Christus aber war es wichtig, uns Menschen von einem Gott zu erzählen, der mehr ist als eine bloßeIdee, mehr ist als eine besondere geistige Kraft: Jesus erzählt von Gott als einem Vater. Die Figur des Vaters ist ein Beziehungsbild: Wer seinen eigenen Vater als einen Menschen erlebt hat, der einem immer den Rücken stärkt und zu dem man stets mit seinen Sorgen kommen darf, weiß, was es bedeutet, einen Vater zu haben. Wer sich auch auf eine persönliche Beziehung zu Gott einlässt, der darf ihn, wie Jesus Christus, Vater nennen. Und er darf fortan erleben, wie eine Beziehung zwischen einem Vater und seinem Kind gelebt werden kann. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen: Eine persönlich gelebte Beziehung zu Gott, unserem himmlischen Vater, ist etwas ganz anderes als irgendein privates Gedankengebäude vom Göttlichen. Detlev Brandt ist Pastor in der baptistischen Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Rinteln.




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