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700 Fans feiern die Harlem Gospel Singers / „Happiness Is Here Today“

Gospel-Entertainment der Spitzenklasse im Theater am Aegi

Es war eine Show mit explosiver Lebensfreude, virtuosen Stimmen und mitreißenden Tanzeinlagen – dargeboten von den Harlem Gospel Singers, die auch ohne ihre Mentorin Esther Marrows die Besucher von den Sitzen holten.

Das weibliche Power-Quartett der Harlem Gospel Singers. Von links: Bethany Heath, Rebecca Cummings Scales, Jade Hicks und Keesha

Stationen ihrer Karriere rasten über eine Videoleinwand - Bilder mit US-Präsident Bill Clinton oder dem Papst, Zeitungsausschnitte von bejubelten Konzerten, in Mailand kamen zu einem ihrer Konzerte sogar einmal 300 000 Menschen – doch die „First Lady des Gospels“ konnte an diesem Abend unter anderem wegen einer Halsentzündung nicht mit ihrem Kollektiv auftreten.

Dennoch, auch ohne die Gospel-Queen sorgten insgesamt neun grandiose Vokalisten und eine glänzend aufgelegte Fünf-Mann-Band für Klatsch-Orgien unter den begeisterten Besuchern. Los ging es mit „This Train“, der die Gruppe in den letzten zwei Jahrzehnten weltweit von Erfolg zu Erfolg kutschierte.

Gospel, Soul, Blues und eine Prise Pop – alles bestens in Szene gesetzt von einer Formation, die mit viel Hingabe ihre Botschaften von Glaube, Liebe und Lebensfreude vermittelten. Der musikalische Leiter, Anthony Evans, ansonsten ein begnadeter Pianist, sorgte immer wieder mit umjubelten Soli für Glanzpunkte in der Show. Bei einem Medley ließ er neben bekannten Soul-Perlen, auch schon mal die deutsche Nationalhymne einfließen.

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Aber auch Einzel-Vokalisten wie Bass-Bariton Marvin Lowe, Bass Owen Nixon oder die Altistin Bathany Heath demonstrierten, dass die Harlem Gospel Singers auch über hervorragende Solointerpreten verfügen.

„Swing Low, Sweet Chariot“, „Morning Glow“ sowie die Warnes/Cocker-Hymne „Up Where We Belong“ demonstrierten immer wieder die überaus große musikalische Bandbreite der Gruppe. Michael Jacksons „Heal The World“ wurde zum Gospel-Burner, „Oh Happy Day“ zum ultimativen Mitsing-Song für das Publikum. „Precious Lord, Take My Hand“, von Thomas A Dorsey aus dem Jahr 1932, wird als einer der ersten Gospelsongs gehandelt, doch gibt es eigentlich alte Gospelsongs?

Zu bemerken wäre noch, dass ein Euro je verkaufter Eintrittskarte dieser aktuellen Tournee zu Gunsten der Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ geht.



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