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Geschäftsführer entdeckt Rauch in der Hausmeisterwerkstatt

Glücklicher Zufall verhindert Großbrand

Bad Münder (st). Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn Detthard Lümkemann seinem Hausmeister Bernd Apel nicht noch ein Schloss in seine Werkstatt hätte legen wollen. Dieser Zufall hat gestern Nachmittag gegen 15 Uhr einen Großbrand an der Süntelstraße 70 verhindert.

Auch die Drehleiter kommt zum Einsatz, um das Dach zu sichern.

Von vorn: Apel ist Hausmeister in dem Gewerbezentrum mit rund 20 000 Quadratmetern Büro- und Hallenfläche. Ganz am Ende einer langen Gebäudereihe befindet sich ein kleiner Anbau mit der Werkstatt des Hausmeisters. Dort ist gestern kurz vor 15 Uhr ein Feuer ausgebrochen – für Apel völlig unerklärlich, hatte er doch vormittags lediglich auf dem Außengelände gearbeitet. „Ich hab da drin nichts gemacht“, sagt der Hausmeister. Die Feuerwehr ist laut Vize-Ortsbrandmeister Uwe Behrendt noch auf Ursachenforschung, vermutet aber einen technischen Defekt.

Gegen drei Uhr dann machte sich Lümkemann auf zur Werkstatt, um Apel ein Schloss auf den Tisch zu legen, das dieser dann an seinem nächsten Arbeitstag einbauen sollte. „Als ich die Tür aufschloss, habe ich den Gestank wahrgenommen und den Qualm“ – Lümkemann alarmierte die Brandschützer.

„Da haben wir echt Glück gehabt“, sagt Behrendt, „eine viertel Stunde später, und die Flammen wären durch die Zwischendecke in den Dachstuhl gelangt.“ In diesem Fall wäre ein Übergreifen auf die angrenzenden Hallen, in denen unter anderem das DRK einen Raum unterhält, möglich gewesen.

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„Normalerweise kommt um diese Zeit niemand mehr hier rein“, sagte Lümkemann nach den erfolgreichen Löscharbeiten erleichtert und zeigte auf die kleine Werkstatt, deren Inventar ordentlich verkohlt war und beißend stank. „Der Schaden wird nicht allzu hoch sein“, mutmaßt Lümkemann jetzt. „Vielleicht 2000 oder 3000 Euro.“ Neben einigen Werkzeugen, Werkbänken und einem Stuhl habe die Zwischendecke ein wenig gelitten – keine große Sache.

Das hätte allerdings ganz anders aussehen können. Und deshalb war die Feuerwehr Bad Münder auch mit kompletter Besatzung (32 Mann, alle Fahrzeuge) angerückt und hatte Atemschutz-Unterstützung aus Hachmühlen angefordert – sicher ist sicher.

Vize-Ortsbrandmeister Uwe Behrend mit einem Gerät zum Aufspüren von Glutnestern.

Fotos: st

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