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Wirtschaftsvereinigung plant Veranstaltung für nächstes Jahr – trotz Springer Messe

Gleich zwei Schauen für 2016

Bad Münder. In diesem Jahr wird es in Bad Münder keine wie auch immer geartete Wirtschaftsschau geben. Was sich bereits 2014 angedeutet hatte, hat Achim Stadie, Vorstandsmitglied der Wirtschaftsvereinigung (WV), nun bestätigt. Man wolle schließlich nichts überstürzen. Mit „gesundem Optimismus“ sei eine Veranstaltung im kommenden Jahr jedoch sehr wahrscheinlich. Allerdings steht dann auch in Springe wieder eine regionale Messe auf dem Programm. Gewollte Konkurrenz?

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Keinerlei Wettbewerbssituation sieht Stadie. Dafür werde die neue Veranstaltung in Bad Münder viel zu sehr von der klassischen Springer Wirtschaftsschau abweichen. Außerdem sei man nicht auf den Herbst, wenn in der Springer Innenstadt traditionell die Stände aufgebaut werden, festgelegt. Vorstellbar sei ein Termin im Frühjahr oder auch vor den Sommerferien.

„Nicht so schlau“, findet hingegen Detlef Fuhrmann, Cheforganisator der Springer Messe, die bisherige Planung der Münderaner. Generell sei es zwar immer positiv, wenn in der Region etwas passiere. Allerdings werde die Wirtschaftsvereinigung auch Firmen aus Springe brauchen, um solch eine Veranstaltung finanziell stemmen zu können. Allein sei Bad Münder dazu nicht in der Lage. „Und die Betriebe werden sich genau überlegen, wo sie ihr Geld ausgeben“, glaubt Fuhrmann. Denn kaum ein Unternehmen könne sich zwei Veranstaltungen in einem Jahr erlauben. Er empfehle der WV, sich mit dem Springer Pendant, der WIR, abzusprechen, denn diese werde ihren Mitgliedern sicherlich eine Empfehlung aussprechen, ob es ratsam sei, an der Schau in Bad Münder teilzunehmen.

Zudem hält Fuhrmann die lange Vorbereitungszeit für vollkommen überzogen: „Ein halbes Jahr genügt vollkommen, um eine solche Schau, bei der es primär um die Präsentation der Stadt mit einigen wirtschaftlichen Akzenten geht, auf die Beine zu stellen.“ Und schiebt hinterher: „Vorausgesetzt natürlich, man verfügt über das nötige Können.“ Fuhrmann will an einen Erfolg noch nicht so recht glauben, zu schlecht seien die Erfahrungen der Vergangenheit, auch unter der ehemaligen Vorsitzenden Petra Witte: „Bisher gab es seitens der Wirtschaftsvereinigung nur Glaubensbekenntnisse und keine Inhalte.“ Fuhrmann hatte jahrelang auch für die WV Veranstaltungen organisiert, dann war es nach der letzten Wirtschaftsschau in Bad Münder 2009 zum Zerwürfnis gekommen.

Für die Realisierung der von der Wirtschaftsvereinigung in Aussicht gestellten Tagesveranstaltung mit Themenpark, die mit Musik am Abend ausklingen soll, werde, so Stadie, momentan „adäquate Partner“ gesucht. .„Wir führen Gespräche und stellen Überlegungen an, in welcher Weise sich solch eine Schau realisieren lässt.“ Es sei schließlich nicht das Gleiche wie die Planung eines Bauernmarktes. Aus diesem Grund wolle man die Organisation nicht selbst übernehmen, sondern einem Experten anvertrauen. Wer dieser sein wird, stehe indes noch nicht fest. Man wolle bei der Auswahl „Sorgfalt“ walten lassen.

Fuhrmann hatte bereits im vergangenen Jahr seinen Hut in den Ring geworfen, als er eine „Wohlfühlveranstaltung in der Innenstadt“ als die passende Strategie für die Kurstadt vorschlug. Allerdings: „Ich lehne die Zusammenarbeit mit Herrn Stadie ab.“ Dieser hatte sich im Gespräch diplomatischer ausgedrückt: „Detlef Fuhrmann hat die gleiche Chance wie jeder andere auch.“ col



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