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Barbara Schöneberger singt in der Swiss Life Hall

Glamouröses Entertainment mit leichtem Augenzwinkern

„Oh mann oh mann, ist die gut“ – freuten sich mehr als 1500 begeisterte Fans, die einmal mehr zweieinhalb Stunden glamouröses Entertainment à „La Schöneberger“ genießen durften. Mit ihrem mittlerweile dritten Album „Bekannt aus Funk und Fernsehen“ singt sich das 40-jährige Multitalent zurzeit durch elf deutsche Städte – dass dabei ihre Ansagen oft länger sind als ihre Lieder, stört keinen sonderlich. Jeder weiß, dass sich Barbara Schöneberger zunächst als exzellentes Plappermäulchen nach oben geboxt hat. So gibt es zwischen den Songs selbstironische Demontagen über ihren Körper, Anekdoten über das Älterwerden und gut verpackte Frotzeleien über die Männer.

Ein Hauch von Las Vegas erfüllt die Swiss Life Hall, als Deutschlands „Dekollete-Tsunami“ zum Opener „Gibt’s das auch in groß“ die silberne Showbühne betritt. „Du bist wirklich durch und durch ein Mann. Fragst den Verkäufer, was der Fernseher alles kann“ – gleich zu Beginn der Show befasst sich die Schöneberger mit ihrem Lieblingsthema „Mann“ – dem überwiegend weiblichen Publikum gefällt’s zunehmend, wie das blonde Energiebündel auch in den zwei folgenden Songs das männliche Geschlecht auseinandernimmt.

„Heute Abend haben sie mich fest gebucht und können mich nicht abschalten“, erklärt Schöneberger, um im gleichen Atemzug auf die Ticketpreise ihrer eigenen Veranstaltung hinzuweisen. „60 Euro, das sind ja 120 Mark“, witzelt die Allrounderin munter weiter und verteilt anschließend lustige Seitenhiebe in Richtung Dieter Bohlen, Thomas Anders, Til Schweiger und ihrem einstigen Schwarm Morten Harket von a-ha. „Den habe ich vor kurzem kennengelernt. Der hat mich doch tatsächlich gefragt, ob er kurz mein Schminkzeug benutzen könne. Diesen Satz wollte ich natürlich überhaupt nicht von ihm hören“, verriet die Blondine.

Doch nicht nur die Männer bekommen ihr Fett weg – auch so manche Show-Kollegin muss an diesem Abend ihr Gesicht oder ihre Figur in den Dienst der Unterhaltung stellen. „Schminkt mich so, dass ich wie Sylvie van der Vaart aussehe, habe ich der Maske gesagt. Leider hat es, wie ihr seht, nur für Linda de Mol gereicht“, unkt die „NDR Talk Show“-Moderatorin weiter und zupft sich beherzt das Kleid über die Brust. „Übrigens: Cindy aus Marzahn und ich, wir sind die neuen Ratiopharm-Zwillinge“, kalauert Barbarella weiter – mit leichter Anspielung auf ihre üppigen Formen. Mehrmals wechselt die Entertainerin während ihrer Performance das Outfit – mal erscheint sie im schwarzen Petticoat, mal im langen rosa Kleid mit offenem Haar, mal im eleganten Glitzerfummel.

„Früher brauchte mein Visagist drei Pinsel um mich herzurichten, heute sind die Materialkosten etwas höher“, flachste die Schöneberger.

Begleitet wird „La Schöneberger“ von einer fünfköpfigen Band und der Background-Sängerin Nathalie Tineo, die unter anderem bei den Cover-Versionen „You Only Live Twice“ von Nancy Sinatra, Taylor Daynes „Tell It To My Heart“ und „Black Velvet“ von Alannah Myles mit ihrer grandiosen Stimme bei den Konzertbesuchern punktet. Während die gebürtige Münchnerin bei ihren eigenen Songs gesanglich durchaus gefallen kann, lehnt sie sich bei den Cover-Versionen manchmal etwas zu weit aus dem Fenster.

Dennoch, Barbara Schöneberger lieferte ein Rundum-Wohlfühl-Programm vom Feinsten ab, das mit einem wohldosierten Mix aus Stand-up Comedy, Moderation, Swing, Pop und etwas Glamour das Publikum von den Sitzen holte.




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