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Giftige Abwässer im Gelbbach – Fische verenden

HACHMÜHLEN/COPPENBRÜGGE. Am Mittwochnachmittag, 27. Mai, meldete eine Anwohnerin des Coppenbrügger Ortsteils Bäntorf eine mutmaßliche Gewässerverunreinigung des Gelbbachs, der auch durch Hachmühlen fließt, der Polizei. Der 32-Jährigen waren zuvor einige tote Fische und ein starker Abwassergeruch des Bachs aufgefallen.

Die alarmierten Beamten des Polizeikommissariats Bad Münder konnten diese Feststellungen vor Ort bestätigen. Weiterhin konnte eine Schaumbildung auf dem Bach und ein Absterben des Bachlebens, insbesondere beim Fischbestand, festgestellt werden, wie die Polizei mitteilt.

Weiter heißt es: „Die Ermittlungen der Polizei ergaben, dass es vermutlich bereits zu Beginn der Woche im Rahmen einer Entschlammung durch eine externe Firma in der Kläranlage Coppenbrügge zu einer Fahrlässigkeit im Betriebsablauf gekommen ist und dadurch die giftigen Abwässer in den Coppenbrügger Bach gelangt sind.“ Von dort aus seien die giftigen Abwässer weiter bis in den Gelbbach geflossen.

Noch am Mittwochabend wurde ein Spezialist der Unteren Wasserbehörde hinzugezogen, der Gewässerproben nahm und Fischkadaver zur Analyse einsammelte.

Durch den zuständigen Ermittler der Polizei Bad Münder wurde bei einer Begehung am Donnerstag festgestellt, dass der Gelbbach augenscheinlich im Bereich ab Woltmühle bis nach Hachmühlen von der Vergiftung betroffen ist. In diesem Bereich findet sich in dem Gewässer kein Leben mehr. In beiden Bächen lebten neben Bachforellen und Koppen auch gefährdete Fische wie Elritzen – die Tiere verendeten aufgrund der Chemikalien.

Wie die Polizei mitteilt, wird zurzeit dringend davon abgeraten, mit dem Wasser des Gelbbaches beziehungsweise des Coppenbrügger Baches ab der Kläranlage Tiere zu tränken. Erst bei größeren Regenfällen sei mit einer Selbstreinigung des Gewässers zu rechnen. Bis dahin sollte der Kontakt mit dem Wasser in diesem Bereich durch Mensch und Tier gemieden werden.

Gegen zwei Mitarbeiter des Klärwerks sowie zwei Mitarbeiter der Spezialfirma wurden Strafverfahren wegen besonders schwerer Gewässerverunreinigung eingeleitet. Die Ermittlungen zur genauen Ursache dauern an.




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