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Sportvereine planen Fusion / SV will eigenständig bleiben

Gibt es bald den FC Auetal?

Auetal/Hattendorf (la). Immer wieder müssen Auetaler Fußballteams aus dem Punktspielbetrieb zurückgezogen werden, weil in den Vereinen nicht genügend Spieler zur Verfügung stehen. Auch am Nachwuchs fehlt es und an engagierten Trainern und Betreuern. Besonders die kleinen Vereine bekommen immer größere Probleme, spielfähige Teams zusammenzustellen. Im Auetal haben sich daher Vereinsvertreter des TuS Rehren, der TuSG Rolfshagen, des TSV Kathrinhagen und des SV Hattendorf an einen Tisch gesetzt und über eine mögliche Fusion gesprochen.

Die Vorstände des TuS Rehren und des TSV Kathrinhagen sehen in einer Fusion neue Möglichkeiten für den Sport im Auetal - nicht nur für den Fußball. Auch Gymnastik-, Kinderturngruppen oder Walkingtreffs könnten zusammengelegt werden. "Allerdings ist dies nur die Meinung der Vorstände", stellte KarstenNeermann vom TSV Kathrinhagen klar. Demnächst soll mit den Mitgliedern darüber diskutiert werden. Positiv sieht der TuS Rehren den möglichen Zusammenschluss. "Alle könnten davon profitieren", so der Vorsitzende Dieter Grupe. Bei der TuSG Rolfshagen sieht man in einer Fusion ebenfalls eine Chance. Allerdings will der Verein zunächst eigenständig bleiben, um das bevorstehende 100-jährige Bestehen im Jahr 2011 zu feiern. Danach könnte man sich eine Fusion vorstellen. Vehement abgelehnt haben die Mitglieder des SV Hattendorf den Zusammenschluss während ihrer Jahresversammlung. Zu dem Thema konnte auch im Vorstand keine Einigung erzielt werden. Friedbert Gellermann, stellvertretender Fußballspartenleiter des SV, hatte die Mitglieder über die Gespräche mit den anderen Vereinsvorständen informiert. "Ich trage das Trikot des SV Hattendorf seitüber 30 Jahren. Wenn alles funktionieren würde, dann bräuchten wir nicht über Veränderungen nachzudenken", so Gellermann. Er halte es aber für sinnvoll, die Auetaler Vereine auf lange Sicht zusammenzubringen. "Ich möchte, dass in Hattendorf weiterhin Fußball gespielt wird, aber da die Spielerdecke immer dünner wird und Nachwuchs ausbleibt, wird das auf lange Sicht nicht möglich sein", sagte Gellermann. "Wenn wir frühzeitig mit den anderen Vereinen verhandeln, dann können wir auch Forderungen stellen. Zum Beispiel, dass jedes zweite Spiel in Hattendorf stattfinden muss." Wenn der SV keine spielfähige, starke Mannschaft mehr zu bieten hätte, wäre die Verhandlungsbasis sicher schlechter. "Noch sehe ich denHandlungsbedarf aber nicht", sagte der Vorsitzende, Günter Badorek, und die Mehrzahl der SV-Mitglieder sah das ebenso. Vor allem die älteren Mitglieder signalisierten, dass man den SV nicht einfach von einem Auetaler Großverein schlucken lassen dürfe. Ob es schon im kommenden Jahr zur Gründung eines "FC Auetal" kommen kann, werden die Mitglieder der Vereine entscheiden müssen.



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