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Für die Luhdener Jagdgenossen gibt es einige Ärgernisse / Krähen werden immer dreister

Gewildert und noch Hochsitze beschädigt

Luhden (sig). Das vergangene Jagdjahr löste bei den Mitgliedern der Luhdener Jagdgenossenschaft nicht nur eitel Freude aus. Ein mit einer Kleinkaliberwaffe angeschossenes Reh ließ den Verdacht der Wilderei aufkommen und führte zur Anzeige. Und außerdem mussten die Jäger feststellen, dass unbekannte Täter Hochstände beschädigt haben.

Wolfgang Begemann

Eigentlich waren die Jäger mehr auf Schwarzwildjagd, aber dann kamen ihnen zwei Waschbären vor die Flinte. Den einen erwischten sie in der Nähe von "Schinkenkruse", den anderen im Bereich der Eilser Autobahnauffahrt. Wichtiger ist ihnen natürlich die Verringerung des Wildschweinbestandes, der trotz der elf Abschüsse noch immer hoch ist und den Landwirten keine Freude bereitet. Der Jagdpächter Hendrik Frickemeier berichtete in der Jahreshauptversammlung der Jagdgenossenschaft Luhden im Gasthaus Thies auch darüber, dass vor allem Rehe dem zunehmenden Verkehr zum Opfer fallen; acht geschossenen Tieren standen fünf gegenüber, die auf der Straße verendeten. Den Wechsel von einer Fahrbahnseite der Bundesstraße 83 zur anderen überstanden außerdem nicht drei Dachse und ein Fasan. Reichlich unbeliebt gemacht haben sich im vergangenen Jahr die Krähen und diebischen Elstern. Einige Jäger haben sich Krähen-Attrappen aus Kunststoff angeschafft und auf die Felder gestellt. Das wirkte anziehend und sorgte für ein freies Schussfeld. Die Krähen sind in der Vergangenheit im dreister geworden und haben nicht nur Junghasen in den Ackerfurchen angegriffen, sondern sogar Hühner in umzäunten Gehegen. Und die Elstern sind als Nesträuber bekannt, die dadurch den Bestand an Singvögeln verringern. Der Pächter berichtete, dass im Jagdbereich der Fürstlichen Hofkammer über 100 Krähen erlegt worden seien. Im Jahr davor wären es sogar noch mehr gewesen. Bei einer kleinen Treibjagd wurden im Luhdener Raum 16 Hasen zur Strecke gebracht. Schon vorzeitig um neun Jahre verlängert haben die Mitglieder der Luhdener Jagdgenossenschaft den Pachtvertrag mit Hendrik Frickemeier. Er habe eine gute Arbeit geleistet, bestätigten sie unisono. Vorsitzender Wolfgang Begemann regte an, in diesem Jahr die Biogasanlage in Vehlen zu besichtigen. Nach den Sommerferien ist auch ein Besuch bei Hendrik Frickemeier in Herford geplant. Der Jagdpächter besitzt dort ein Unternehmen, das Möbel herstellt.



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