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SZ/LZ-Leser unterwegs zwischen Kühltürmen und Turbinenhalle

Gewaltig: Besuch im KKW Grohnde

Landkreis (tol). Gewaltig war das Interesse der SZ/LZ-Leser an der Besichtigung des Kernkraftwerks in Grohnde - so gewaltig, dass die Hälfte der Bewerber angesichts begrenzter Plätze zunächst leer auszugehen drohte. Claus Sievert, Referent für Öffentlichkeitsarbeit im E.on-Kernkraftwerk Grohnde, reagierte spontan und organisierte kurzerhand eine zweite Führung. So konnten doch sämtliche Interessenten mitkommen - und alle waren sie am Ende beeindruckt von der Führung durch die Anlage.

Im Informationszentrum gab Sievert zunächst einen Überblick über das 1984 ans Netz gegangene Kernkraftwerk. Aufmerksame Zuhörer saßen ihm gegenüber und stellten interessiert Fragen. Unter anderem zur Sicherheit bei einem Angriff von außen - Sievert konnte die Schaumburger beruhigen: "Bereits die äußerste Stahlbetonhülle hältdem Angriff eines Starfighters stand" - oder zur Erwärmung der Weser durch das Kühlwasser: Messstellen überwachen, dass die Weser maximal um zwei Grad, aber nie über 26 Grad erwärmt wird. Nach einem Sicherheitscheck und mit den obligatorischen Helmen auf dem Kopf ging es dann auf das Gelände. Als besonders beeindruckend empfanden die Besucher die gewaltigen Dimensionen der Anlage: Die beiden 146 Meter hohen Kühltürme mit ihren hundert Metern Durchmesser am Boden sind aus der Nähe noch imposanter als ohnehin schon im Landschaftsbild; sogar das Kühlwasser konnte man tosendrauschen hören. Auch in die riesige Turbinenhalle konnte die Schaumburger Gruppe einen Blick werfen. Grohnde ist eines von 18 Kernkraftwerken in Deutschland. Derzeit hat Grohnde eine geplante Laufzeit bis 2018, rein technisch wäre bis 2038 möglich. Grohnde kann im Jahr 60 Städte wie Hameln versorgen - oder fünfmal Hannover, oder anderthalb mal Hamburg mit Umland. Bei der Anfahrt kamen die Besucherübrigens an einer Biogasanlage am Ortsausgang an Kirchohsen vorbei - deren Jahresleistung hat das Kernkraftwerk in zwei Stunden erzeugt.




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