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Niedergelassene Mediziner am Krankenhaus plädieren für dieses Areal als Standort für ein Ärztezentrum

Gewachsene Strukturen

Stadthagen. Das geplante Ärztezentrum soll auf dem Krankenhausareal entstehen. Dafür plädieren jedenfalls die dort bereits ansässigen niedergelassenen Ärzte aus fünf Fachpraxen. In deren Namen unterstrich der HNO-Arzt Dr. Bernward Bock im Gespräch mit dieser Zeitung, dieser Standort sei eindeutig der am besten geeignete. Der Einsatz dafür müsse „mit wehenden Fahnen betrieben werden“, fordert der Mediziner.

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„Eine Neuerrichtung eines weiteren oder mehrerer weiterer Ärztezentren ist unsinnig“, argumentiert Bock, „da es städteplanerisch sicherlich effektiver und vernünftiger ist, bereits Vorhandenes und von der Bevölkerung gut Angenommenes zu nutzen und auszubauen.“

Die am Krankenhaus bereits bestehende Nachbarschaft der fünf Fachpraxen führe „zu einer verbesserten Versorgungsqualität durch reibungslosere Abläufe, schnellere Absprachen und eine effektivere Einbindung der Patienten in fachübergreifende diagnostische und therapeutische Prozesse“, führt der HNO-Arzt aus.

Die durch den Wegzug des Krankenhauses nach Vehlen 2017 freiwerdenden Flächen bieten nach Überzeugung von Bocks und seiner Kollegen die Chance, diese gewachsene Struktur auszubauen. Es könne für weitere Arztpraxen und andere Gesundheitsanbieter „zunehmend attraktiv werden, durch Niederlassung an diesem Ort in dieses Konzept eingebunden zu werden.“ Kurzum: Es sei vernünftiger, hier „an etwas Bestehendes und Bewährtes anzuknüpfen“, als andernorts etwas aus dem Boden zu stampfen.

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  • Bernward Bock

Auch die Lage des Krankenhausareals sehen Bock und seine Kollegen als günstig an: „Es liegt innenstadtnah.“ Nach nur fünf Gehminuten befinde man sich in der Fußgängerzone. „Nur schnell an der Schule Am Schlosspark vorbei und schon bin ich an der Martinikirche“, führte Bock vor Augen. Das Krankenhausareal als Standort für ein Ärztezentrum „dürfte am ehesten im Interesse der Geschäftsbetreiber“ in der Innenstadt liegen, sind die Medinziner überzeugt.

Allerdings halten die Mediziner gleichzeitig „die Einrichtung einer guten ÖPNV-Anbindung“ des Krankenhausareals künftig als dringend erforderlich. Denn: „Die bisher fehlende Anbindung ist für gehbehinderte und ältere Menschen nicht befriedigend.“

Dass sich der Landkreis bezüglich des Krankenhausareals als Standort für ein Ärztezentrum „bereits in entsprechenden Planungen befindet, ist jedenfalls zu begrüßen“, unterstreicht Bock. Mit Blick auf den Stadthäger Bürgermeister Oliver Theiß (parteilos) formulierte Bock: „Von diesem müsste in der Standortfrage mal eine Stellungnahme kommen.“



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