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Bei Landbund und Voba-Warenabteilung laden Trecker im Zehn-Minuten-Takt ab

Getreidepreise und Wetter im Hoch, Landwirte sind im Erntestress

Rinteln (wm). Wenn der Schweiß in Strömen läuft, folgt automatisch der Griff zur Wasserflasche - doch bei der Firma Wesergold zurzeit noch kein Grund, in Hektik zu verfallen. Gerade mal ein Wochenende mit Temperaturen über 30 Grad wirke sich noch nicht dramatisch aus, schilderte gestern Firmenchef Richard Hartinger.

Ladung löschen heute: Der Raps rauscht vom Kipper in den Bunker

Die Lager im Handel seien noch voll, ebenso bei Wesergold. Die Hitzewelle müsste schon über eine Woche anhalten, um sich bei den Umsätzen deutlich bemerkbar zu machen und zu einer logistischen Herausforderung zu werden. Anders bei den Landwirten. Die sind jetzt im Stress, die Getreideernte muss rein, vor allem Gerste und Raps, bevor der nächste Regen kommt. Bei der Volksbank-Raiffeisen-Warenabteilung in Krankenhagen war bereits am Wochenende Hochbetrieb. Zeitweise trafen Erntefahrzeuge im Zehnminutentakt ein. Am erfreulichsten sei für die Landwirte neben dem Wetter vor allem, dass in diesem Jahr die Preise für Getreide zur Erntezeit nicht zusammengebrochen, ja noch nicht einmal gesunken seien, schilderte Manfred Nagel, Leiter der Warenabteilung in Krankenhagen. Da sich die Preise praktisch täglich ändern, mache es zurzeit keinen Sinn, konkrete Vorhersagen über einen Trend zu machen. Die Ernte werde erst mal eingelagert und "dann warten wir, wie sich der Markt entwickelt". Erwartet werde allenfalls eine "durchschnittliche Ernte". Der Einzugsbereich für die Raiffeisenabteilung der Volksbank reicht weit über Rinteln und Möllenbeck hinaus bis ins Lipperland. Nur die Weser, so Nagel, sei für Landwirte "wie eine Mauer". Wer im Norden Getreide anbaut, fährt nicht bis Krankenhagen. Auf der Ostumgehung dürfen landwirtschaftliche Fahrzeuge nicht fahren und "mit den Gespannen über die Weserbrücke, durch die Stadt und die Westumgehung, das tut sich keiner an". Hochbetrieb auch beim Raiffeisen Landbund in der Dankerser Straße. Auch hier wurde ebenfalls das ganze Wochenende durchgearbeitet. Rund 1500 Tonnen Raps und rund 700 Tonnen Gerste seien in den zwei Tagen eingetroffen, schätzt Sandra Homuth von der Buchhaltung. Und so soll es weiter gehen: In den nächsten Tagen beginnt die Weizenernte.

Vor zehn Jahren lieferten die Landwirte Getreide in Säcken an. J
  • Vor zehn Jahren lieferten die Landwirte Getreide in Säcken an. Jeder Sack ist dann einzeln in den Bunker entleert worden. Foto/Repro: tol


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