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Pflegeeinrichtungen in Hameln und Aerzen erhalten AOK-Gesundheitsbonus

Gesundheitsprävention zahlt sich aus

Hameln. Pflege ist ein körperlich und seelisch anstrengender Beruf, die Fluktuation von Fachkräften in Pflegeheimen und -diensten ist entsprechend hoch. Um die Arbeitsbedingungen in der Branche zu verbessern, hat die AOK Niedersachsen ein spezielles Programm zum betrieblichen Gesundheitsmanagement gestartet, das jetzt für 22 teilnehmende Pflegeeinrichtungen erste Früchte trägt.

„Ziel ist, die Belastungssituation der in der Pflege Beschäftigten systematisch und nachhaltig zu verbessern. Ein entscheidender Erfolgsfaktor ist, dass die Beschäftigten in Workshops und Steuerkreisen am Veränderungsprozess beteiligt sind, ihnen also nicht Maßnahmen übergestülpt werden, die vielleicht für sie gar nicht relevant sind“, erläutern die beiden AOK-Berater für betriebliches Gesundheitsmanagement, Gudrun Alers und Dirk Berten. Die erfolgreiche Teilnahme zahlt sich nun in einem Bonus aus. Angelika Rudolf, Heimleiterin der Julius-Tönebön-Stiftung in Hameln, nennt handfeste Gründe für ihr Engagement: „Gesunde, motivierte und zufriedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben Spaß bei der Arbeit und erzielen überdurchschnittliche Leistungen. Das ist ein echter Wettbewerbsvorteil.“ Michael Jungnitz als Leiter des Altenpflegeheims St. Monika in Hameln macht deutlich, dass es nach seiner Überzeugung für den Erfolg eines Hauses von zentraler Bedeutung ist, das Wohlbefinden und die Fähigkeiten der Beschäftigten zu fördern. „Eine unabdingbare Voraussetzung hierfür ist ein gesunderhaltendes Arbeitsumfeld“, unterstreicht Thomas Erbslöh, Heimleiter des DRK-Seniorenstifts in Aerzen. „Dazu sollen Führungskräfte und natürlich auch ich selbst nicht nur die theoretischen Zusammenhänge von Arbeit und Gesundheit kennen, sondern, ganz praktisch betrachtet, erfahren, in welchen gesundheitlichen Bereichen der Belegschaft der Schuh drückt.“

Betriebliches Gesundheitsmanagement bedeutet nach Erfahrung der AOK immer eine Gesamtschau auf das Unternehmen. Es geht also gerade nicht nur um das Gesundheitsverhalten der einzelnen Beschäftigten, zum Beispiel einen rückengerechten Umgang mit Patienten oder gesunde Ernährung und Entspannung. Vielmehr stehen Organisationsprozesse, Betriebsklima, Führungsverhalten und interne Kommunikation im Fokus. „Wertschätzung, Gerechtigkeit und Fairness am Arbeitsplatz wirken sich positiv auf den Krankenstand und die Dauer von Erkrankungen aus“, weiß AOK- Berater Dirk Berten. „Eine entsprechende Analyse setzt aber viel Offenheit und Veränderungsbereitschaft auf allen Seiten voraus.“ Bei allen drei Pflegeeinrichtungen waren diese Faktoren erfreulicherweise gegeben – und das Erreichte gibt allen Beteiligten recht. Das Projekt, Teil des Pflegepaktes des niedersächsischen Sozialministeriums, ist auf vier Jahre angelegt. „Für die erfolgreiche Umsetzung gesundheitsfördernder Maßnahmen und organisatorischer Veränderungen zahlt die AOK im ersten Jahr einen Bonus von 100 Euro je AOK-versicherten Beschäftigten, den je zur Hälfte Arbeitnehmer und Betrieb erhalten“, erläutert Rolf Hirsch als zuständiger Vertriebsleiter der AOK.




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