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Düngung wichtig, Kompost wichtiger

Gesundes Gemüse von Anfang an

Es ist im Nutzgarten von existenzieller Bedeutung, den Boden zu düngen – Gemüsegärtner wissen nur zu gut, dass die Nährstoffe den Hauptanteil daran haben, um die Ernte gut werden zu lassen.

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Autor:

Jens F. Meyer

Dabei muss eines beachtet werden: Je biologischer man vorgehen möchte, desto logischer erscheint die Tatsache, dafür einiges tun zu müssen. Das fängt beispielsweise damit an, der eigenen Kompostierung eine größtmögliche Bedeutung zukommen zu lassen. Und: Wo die Möglichkeit besteht, an Pferdemist heranzukommen, nur zu – gerade im nächsten Frühling könnte das Beimischen des Dungs vielen Gemüsen in der Folge zu besserem Wachstum verhelfen. Oder auch schon im Herbst.

Ob die allgemein anerkannte Kompost-Formel „Fünf Schubkarren pro 100 Quadratmeter“ exakt einzuhalten ist, dürfte Ansichtssache sein. Sie zeigt aber zumindest, dass nicht so viel Material als jährliche Grunddüngung notwendig ist. Reif muss er sein, die Rotte muss dem Boden nützen. Kompost gibt es auch im Handel oder beim Kompostierungsplatz, aber wer auf Qualität achtet, ist gut beraten, der Eigenkompostierung so viel Raum wie möglich zu geben.

Der beste Kompost besteht aus weichem Pflanzenmaterial wie abgefallenen Laub, abgeernteten Pflanzen, verwelkten Blumen, Abfall von gestutzten Hecken, Heu, Stroh und Grasschnitt im Wechsel mit pflanzlichen Küchenabfällen, wie etwa Gemüse- und Obstresten, Teeblättern, Kaffeesatz oder Eierschalen. Obwohl zum Beispiel die Kreisabfallwirtschaft Hameln-Pyrmont es zulässt, bei Nichtvorhandensein einer Biotonne auch gekochte Speisereste kompostieren zu können, ist davon abzuraten. Es gibt nicht wenige Gartenbesitzer, die zu Recht Rattenbefall und Ungeziefer fürchten. Eine weitere wichtige Komponente der Düngung ist Gesteinsmehl. Vier bis fünf Kilogramm pro 100 Quadratmeter reichen. Gesteinsmehl gibt es im Fachhandel.

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Kompost und Gesteinsmehl sind für alle Gemüsesorten von Vorteil. Es gibt allerdings Gemüse, die entweder noch eine stickstoffhaltige Zusatzdüngung benötigen oder aber dies unbedingt nicht haben wollen! Hülsenfrüchte wie Bohnen, Erbsen, Linsen und weitere binden den in der Luft enthaltenen Stickstoff mithilfe sogenannter Knöllchenbakterien und holen ihn sozusagen zu sich in den Boden (sie werden deshalb auch als Bodenverbesserer geschätzt). Hier ist von einer weiteren Stickstoffdüngung abzuraten, die hingegen bei fast allen anderen Gemüsen mit rund zwei Kilogramm Hornspänen pro 100 Quadratmeter abgedeckt werden sollte. Ausnahme: Knoblauch, Zwiebeln und Schalotten – sie benötigen Stickstoff nur in sehr geringem Maße (ein Kilogramm pro 100 Quadratmeter).

Ganz klar: Humus (Kompost) spielt für die Fruchtbarkeit des Bodens die wichtigste Rolle. Stickstoffdünger auf Grundlage von Hornspänen, Guano oder Knochenmehl und Kaliumdünger auf Grundlage von Gesteinsmehlen und Holzasche sind als Zusatz zu sehen, können bei richtiger Dosierung allerdings in der Tat den Ernteertrag erhöhen und die Gesundheit der Pflanzen stützen. Dabei kommt es immer auf die Dosierung an: Viel hilft jedenfalls nicht viel.

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