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Prozess: Ehefrau mit 21 Hieben getötet

Geständnis: Axttäter sorgt für Entsetzen

Rinteln/Bückeburg (ly). Zum Auftakt des Prozesses gegen Karl Heinz B. (54) aus Hohenrode, der im Februar seine Ehefrau mit einer Axt erschlagen haben soll, hat der Angeklagte gestern ein Geständnis abgelegt und stundenlange Monologe gehalten.

"Ich habe sehr großes Unrecht getan, es tut mir unendlich Leid", sagte der mutmaßliche Totschläger vor dem Bückeburger Schwurgericht. Beim Publikum stießen viele Äußerungen des 54-Jährigen auf Unverständnis, teilweise sogar Entsetzen. So kündigte B. für den Fall einer lebenslangen Haftstrafe an: "Ich möchte dann entsorgt werden." Lebenslänglich ist theoretisch möglich, weil die Bückeburger Staatsanwaltschaft Anklage wegen Totschlags in einem besonders schweren Fall erhoben hat, der wie Mord bestraft werden kann. Am Abend des 17. Februar hatte der Familienvater im Streit und unter Alkoholeinfluss seine Frau erschlagen. Ein Rechtsmediziner geht von 21 Hieben auf den Kopf aus. Nach dem ersten Schlag, so der eloquente und offenbar sehr intelligente Angeklagte zynisch, "hatte ich das Gefühl, eine Frau an der Schwelle zum Tod hinüberretten zu müssen". Die beiden jüngsten Kinder mussten den Beginn der Bluttat mit ansehen und dem Vater am nächsten Tag beim Verstecken der Leiche in einem nahen Waldstück helfen. Zum ersten Mal ermöglichte die Bückeburger Justiz gestern in den Minuten vor der Verhandlung Foto- und Filmaufnahmen im Saal. Das Bundesverfassungsgericht hat Gerichten aufgegeben, dies bei derartigen Prozessen künftig zuzulassen. Seite 9



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