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Hauptautor Heinrich Held lernt mit 80 Jahren Arbeiten am PC / "Rolfshagen - Ein Dorf erinnert sich"

"Geschichts"-Buch pünktlich zum Fest fertig

Rolfshagen (la). Es ist weiß, mit Zeichnungen von Rolfshagen auf dem Deckblatt und dem Gedenkstein zur 700-Jahr-Feier auf der Rückseite. Es umfasst 264 Seiten mit vielen Geschichten des Dorfes von der Steinzeit bis heute und über 200 Bildern - das "Geschichts"-Buch "Rolfshagen - Ein Dorf erinnert sich".

Pünktlich zur 700-Jahr-Feier ist das Buch mit einer Auflage von 1000 Stück erschienen und wird beim großen Fest für 15 Euro angeboten. Das Buch ist das bislang größte Projekt von Rolfshagen Aktiv. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 17 000 Euro. Rund 4000 Euro haben Sponsoren beigesteuert. Hauptautor ist Heinrich Held, der etwa 75 Prozent aller "Aufsätze", wie er sie nennt, geschrieben hat. Unterstützung hatte er von seinem Redaktionsteam Hans Mudler, Elisabeth Fischbeck und Angelika Schierhölter. Sein Sohn Siegbert hat sämtliche Fotos - die meisten von Rolfshäger Bürgern - am Computer bearbeitet. Selbst aus alten verknickten Postkarten hat er schöne Bilder zauberte. Zwei Jahre hat es von der Idee bis zum fertigen Buch gedauert. Viele Stunden Recherche, hunderte von Telefonaten - und täglich hat Heinrich Held am Computer gesessen und Texte verfasst. Dafür hat der heute 82-Jährige extra einen Computer angeschafft und einen Kurs für Senioren bei der Volkshochschule belegt. "Ich wusste doch nicht, wie man in word arbeitet oder wie man Texte abspeichert", erzählt Heinrich Held.Die Arbeit habe ihm aber sehr viel Spaß bereitet. Heute ist er stolz auf das Werk und hofft, dass alle Exemplare schnell verkauft werden. Erste Bestellungen liegen bereits vor. Und zwar aus Süd- und Nordamerika, wo Nachfahren von Auswanderern aus Rolfshagen leben. "Ein Mann aus Chile hat ebenfalls schon ein Buch bestellt. Er ist in den 50er Jahren ausgewandert und hatüber einige Ecken davon erfahren, dass wir an dem Geschichtsbuch arbeiten", erzählt Heinrich Held über den Kontakt. Vielüber den Inhalt soll noch nicht verraten werden. Nur so viel: Die Erinnerungen beginnen in grauer Vorzeit mit dem Fund einer Steinzeitaxt. Berichtet wird von den ersten Einzelhöfen über das 16. und 17. Jahrhundert mit dem 30-jährigen und dem Siebenjährigen Krieg, das 18. Jahrhundert und mit allein 13 Aufsätzen über das 19. Jahrhundert. Die Vereine, die Arbeit der Feuerwehr, die Schule, Kirche, Handel, Handwerk und Gewerbe - alles wird zurückverfolgt. "Manchmal stellten wir fest, dass bekannte Geschichten überhaupt nicht stimmen", sagte Held und nannte als Beispiel die "Süße Mutter". Das heutige Hotel und Restaurant war früher eine Maut-Station und nicht die Einkehrmöglichkeit für Wagenfahrer vom Steinbruch. Wer das aber genauer erfahren möchte, der sollte sich das Buch kaufen, das übrigens auch Anekdoten wie die Geschichte von Opa Tegtmeier und seiner Tabakspfeife und eine plattdeutsche Geschichte enthält. Für 15 Euro ist das Buch "Rolfshagen - Ein Dorf erinnert sich" fast geschenkt und sicher auch zum Verschenken geeignet. Wer es nicht beim Fest kaufen kann oder möchte, der kann es danach bei der Sparkasse in Rolfshagen und Rehren, bei Papier& mehr oder im Kindergarten Rolfshagen kaufen.




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