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"Schaumburg-Lippische Mitteilungen" erschienen

Geschichte(n) in neun spannenden Beispielen

Bückeburg (thm). Spannende Geschichte, spannende Geschichten - damit warten die "Schaumburg-Lippischen Mitteilungen" seit dem Jahr 1904 auf. Soeben ist mit Heft 34 die jüngste Ausgabe in den Buchhandel gekommen.

Heimatvereinsvorsitzender Dr. Wolfgang Vonscheidt (l.) und Dr. S

Auf 216 Seiten lassen die sieben Autoren an neun Beispielen Geschichte des Schaumburger Landes lebendig werden. Ums Mittelalter und die Bündnispolitik der Schaumburger Grafen geht's in dem Aufsatz von Stefan Eick. Roswitha Sommer hat die Details der Dörfer Hevesen und Scheie ausgelotet. Oliver Glißmann befasst sich in seiner Arbeit mit einem Thema von aktueller Strahlkraft: "Aus dem hiesigen Herrschaftlichen Marstalle - Reitkunstund Pferdezucht am Bückeburger Hof". Apropos Hof: Diesen heimatkundlichen Schauplatz greift auch Silke Wagener-Fimpel in zwei Aufsätzen auf. Zunächst stellt sie den detaillierten Augenzeugenbericht des Grafen Albrecht Wolfgang vor, in dem dieser minutiös die Brandkatastrophe schildert, bei der in der Nacht vom 20. zum 21. Februar 1732 der Ostflügel des Bückeburger Schlosses ein Raub der Flammen wurde. Alsdann widmet sichdie Autorin den Pockenimpfungen am Bückeburger Hof im 18. Jahrhundert, also einer Zeit vor der Entdeckung der heute noch angewandten Impfmethode. Impfling im geschilderten Fall ist die knapp drei Jahre alte Emilie: Die Tochter des Grafen Wilhelm starb während der Behandlung. Dieter Brosius beleuchtet ein weiteres Schicksal - den Fall Meyer-Steineg. Der hoch angesehene Medizinprofessor - gebürtiger Bückeburger und Jude - versuchte, seine arische Abstammung mit der Behauptung zu belegen, er sei ein Sohn des Fürsten Adolf. Dr. Stefan Brüdermann berichtet über die "Schaumburg-Lippische Justiz im Nationalsozialismus". Und Helge Bei der Wieden hat die Besitzgeschichte des "Farnesischen Stiers" des Bildhauers Adrian de Fries erforscht.

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