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Gästeführerin Gabriele Lingen bietet unterschiedliche Themenführungen an

Geschichte unterhaltsam aufbereitet

Hessisch Oldendorf. Seit Jahren führt Gabriele Lingen Gäste im Gewand der Anna von Bismarck durch Hessisch Oldendorf. Nach dem Besuch eines Volkshochschulkurses begann die Großenwiedenerin als Stadtführerin in Hameln, schloss dann eine Zusatzausbildung als Gästeführerin für das gesamte Weserbergland an. „Man bekommt Grundkenntnisse in Geschichte, Baustilkunde, Geologie, Land- und Forstwirtschaft, und indem ich meine Kreise vergrößerte, konnte ich mich weiterentwickeln“, erklärt sie. Persönliche Geschichten hat sie recherchiert, damit sie sich gut erzählen lassen, manchmal aber auch anhand von Nachschlagewerken wie den Heimatblättern etwas konstruiert.

Vor jeder neuen Führung muss sie Fakten zusammentragen und auswendig lernen. „Doch wenn ich das erste Mal mit Gästen unterwegs bin, sitzt alles“, betont sie. Mit den Jahren hat sie festgestellt, wie gerne sie sich verwandelt: erst als Hamelner Magd, danach als Anna von Bismarck, die ihr sehr am Herzen liegt.

Im neuen Landsommer-Programm übernimmt Gabriele Lingen mehrere Führungen: „Burgmannssitz und Schusterstadt – variantenreiches Hessisch Oldendorf“ lautet der Titel der Route 29. Dabei geht sie am 20. September auch der Frage auf den Grund, warum die Stadt „Hessisch“ Oldendorf heißt. Treffpunkt ist um 14 Uhr am Rathaus. Eine ebenfalls zweistündige Ortsführung zum Thema „Zwerge und Teufel, Spannendes aus Großenwieden“ gibt es am 19. September, Beginn ist um 14 Uhr an der Fähre. Die Gäste lernen Fähre und Promenade, die historische Dorfkirche sowie einen landwirtschaftlichen Betrieb kennen. Gabriele Lingen erzählt auf Route 21 auch vom Dorfleben gestern und heute. Mit „Liebe vergeht – Acker besteht“ ist die Route 41 überschrieben, eine Kostümführung durch Fuhlen, die am 9. Mai und 2. September jeweils um 14 Uhr Auf den Dornen startet. Hier schlüpft die Gästeführerin in die Rolle der Anna Maria Tribold, die drei Töchter im heiratsfähigen Alter hat und zusehen muss, wie die Familie so viel Mitgift aufbringen kann. Unterwegs berichtet sie vom bäuerlichen Leben im 17. Jahrhundert: von Winterwölfen, der Roggenmuhme und dem reichen Bauern, der den Grenzstein versetzte. Außerdem lädt Gabriele Lingen am 29. August um 14 Uhr zu einer Landsommer-Wanderung über das ehemalige Schlachtfeld von 1633 ein. Auf Route 69, die auf vier Kilometer gut begehbarem Gelände Richtung Barksen und Segelhorst verläuft, widmet sie sich der „Schießerei am Oldendorfer Knick“. Sie stellt den Schlachtverlauf, Hintergründe und Auswirkungen der Schlacht dar und erzählt vom Leben der Landsknechte, Bauern und Bürger im Dreißigjährigen Krieg, Treffpunkt ist in Hessisch Oldendorf am Parkplatz Baxmann-Zentrum. Die Kosten betragen vier bis fünf Euro pro Person, Anmeldung nimmt Gabriele Lingen unter 05152/1294 entgegen. ah




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