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Projekt „Lesestart“ geht in die zweite Runde

Geschenkt: Sets für Leseratten

Landkreis. Eins, drei und sechs sind die Zahlen, die Eltern sich merken können, wenn es um das Projekt „Lesestart“ geht. Wenn ihre Kinder nämlich jeweils so alt sind, erhalten sie im Rahmen des Leseförderprogramms im Stoffbeutel reichlich Lesestoff.

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Das bundesweite frühkindliche Leseförderprogramm wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert und von der Stiftung Lesen seit 2011 durchgeführt. „In Niedersachsen erreichen wir über dieses Programm mittlerweile drei Viertel aller Eltern mit kleinen Kindern“, sagte die niedersächsische Ministerin für Wissenschaft und Kultur, Gabriele Heinen-Kljajic. In der Stadtbücherei Peine verteilte die Ministerin Lesestart-Sets an Kinder ab drei Jahren und ihre Eltern. Die Stadtbücherei Peine ist eine von mehr als 300 Bibliotheken in Niedersachsen, die an dem Programm „Lesestart“ teilnehmen. Ein Lesestart-Set enthält Tipps und Informationsmaterial für Eltern, das zusätzlich auf Polnisch, Russisch und Türkisch angeboten wird, sowie ein altersgerechtes Kinderbuch. Online sind die Informationen für die Eltern sogar in 15 Sprachen abrufbar.

Regelmäßiges Vorlesen ist entscheidend für die Entwicklung eines Kindes, deshalb müssen Bücher ein selbstverständlicher Teil des Familienalltags sein. Kinder sollten mit dem Lesen positive Erfahrungen verbinden, sodass sie Lesefreude und Lesekompetenz entwickeln können. Dazu soll das Lesestart-Programm entscheidend beitragen.

Der Hauptgeschäftsführer der Stiftung Lesen, Dr. Jörg F. Maas, wies darauf hin, dass Niedersachsen die frühkindliche Leseförderung vorbildlich und beispielhaft umsetze. Es sei ein enges Netzwerk zwischen Bund, Land und kommunalen Stellen geknüpft worden. Die Büchereizentrale Niedersachsen, die Bibliotheken und die Kinderärzte würden gut zusammenarbeiten. „Nur so haben Kinder unabhängig von ihrer Herkunft von Anfang an reelle Bildungschancen“, sagte Maas.

Die erste Phase von „Lesestart“ hat im November 2011 begonnen. Seitdem bekommen Familien mit einjährigen Kindern im Rahmen der U6-Vorsorgeuntersuchung bei ihrer Kinderärztin oder ihrem Kinderarzt ein kostenloses Lesestart-Set.

In der zweiten Phase erhalten Kinder ab drei Jahren und ihre Eltern in den örtlichen Bibliotheken ein altersgerecht zusammengestelltes Lesestart-Set. Die Bibliotheken arbeiten dazu eng mit sozialen und kommunalen Einrichtungen wie zum Beispiel Kindertagesstätten zusammen. Für die dritte Lesestart-Phase ab 2016 ist für jedes Kind mit dem Eintritt in die Schule ein Lesestart-Set vorgesehen, das die Kinder zum Selberlesen motivieren soll.

Zwar werden und wurden bei der U6-Vorsorgeuntersuchung Gutscheine für die Sets an die Eltern verteilt. Aber die brauchen Eltern nicht zwingend. „Der Gutschein ist mehr als Gedankenstütze gedacht“, sagt eine Mitarbeiterin der Stiftung Lesen. „Wenn Eltern nachweisen können, dass ihr Kind drei Jahre alt ist, bekommen sie das Set auch ohne Gutschein.“ Insgesamt bekommen bundesweit rund 1,2 Millionen Kinder die kostenlosen Lesestart-Sets der ersten und zweiten Phase.

Folgende Ärzte sind neben der Kreisergänzungsbücherei in Rinteln (Paul-Erdniß-Str. 1), der Rintelner Tafel (Klosterstraße 18b) und den Stadtbüchereien in Bückeburg und Obernkirchen als Ansprechpartner für die Lesestart-Sets auf der Internetseite lesestart.de eingetragen:

Dr. med. Martin Florian, Sackstr. 15, 31675 Bückeburg, Tel. 0 57 22/17 51

Dr. med. Adalbert Boczek, Ostpreußenweg 5, 31737 Rinteln, Tel. 0 57 51/91 83 27

Paul Boelitz, Bahnhofstr. 33, 31737 Rinteln, Tel. 0 57 51 / 91 85 91. bha/mwkn



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