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Joris präsentiert mit „Hoffnungslos Hoffnungsvoll“ sein Albumdebüt

Gereift zum musikalischen Hochkaräter

„Ich bin frisch verliebt in das, was ich hier gerade machen darf, wollte es genauso haben, wie es jetzt ist – dennoch, es erscheint mir zurzeit aber alles noch sehr surreal“, freute sich Joris, der im Antenne-Niedersachsen-Studio mit Moderatorin Kaya Laß über sein aktuelles Album „Hoffnungslos Hoffnungsvoll“ plauderte.

Insbesondere über seinen sensationellen Einstieg von 0 auf 3 in die deutschen Albumcharts dürfte sich der 25-Jährige freuen. Auf seinem Erstling überzeugt der Newcomer musikalisch, wie auch textlich mit anspruchsvollem Liedgut – brilliert bei Stücken wie „Neustart“ sowie „Herz über Kopf“ mit musikalischer Leichtigkeit und beeindruckt auf besondere Weise mit seiner einfühlsamen Stimme bei den Balladen „Bittersüß“ und „Im Schneckenhaus“.

Joris: Ich habe in den letzten 18 Monaten rechts und links alles ausmachen und mich nur auf meine Musik konzentrieren dürfen. Das war ein tolles Erlebnis – so konnte ich meine komplette musikalische Bandbreite zeigen. Seit mehr als zwei Jahren habe ich eine feste Band, die auch bei den Aufnahmen immer dabei war. Natürlich ist es wichtig, dass ich letztendlich auf mein Bauchgefühl höre, bin aber für Anregungen immer offen gewesen. Wenn mein Team, beziehungsweise meine Band der Meinung war, dass ich über gewisse Dinge noch einmal drüberschauen soll, dann habe ich das auch getan.

Nur beim Plattencover ließ sich das Multitalent nicht reinreden, obwohl es viele unterschiedliche Meinungen seitens des Teams gab.

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Joris performte in Hannover mit seinem Gitarristen die Eigenkomposition „Herz über Kopf“ sowie das Coldplay-Cover „The Scientist“.

Joris: Einige wollten, dass ein Foto von mir auf das Cover sollte, damit die Fans sehen, wie ich aussehe. Ich habe mich aber dann doch für das jetzige Cover entschieden. Letztendlich muss ich am Ende des Tages mit dem zufrieden sein, was ich mache. Ansonsten konnte sich mein Team eigentlich mit allem identifizieren, was ich ihm mehr oder weniger vorgeschlagen habe.

Bestimmte Musiker haben Joris bei der Fertigstellung seines Longplayers nicht inspiriert. Lediglich in den Texten verarbeitet er Erlebtes aus seinem näheren Umfeld.

Joris: Natürlich habe ich auch viel aus meinem Elternhaus mitgenommen. Auch einige meiner Freunde haben dumme oder traurige Geschichte erlebt. Das greife ich natürlich auf und verarbeite es in meinen Texten. Ansonsten bin ich mit englischsprachiger Musik aufgewachsen – fand zum Beispiel Damien Rice oder auch Paolo Nutini immer cool. Auch mehrstimmige Folk-Musik mag ich, habe auch ein Jahr in Texas gelebt – daher liegt mir das Englische eigentlich sehr. In der englischsprachigen Musik kann man sich komplett verlieren, dennoch werde ich nur noch in Deutsch schreiben. Jeder kann meine Texte verstehen – alles ist voller Energie und kommt sehr intensiv rüber. Das möchte ich in Zukunft auf keinen Fall vermissen. Ich möchte mich weiterhin in englischsprachiger Musik verlieren – zudem sollen die Menschen meine deutschen Texte verstehen können – diesen Spagat möchte ich hinbekommen.

Joris ist waschechter Niedersachse, in Stuhr geboren – lebte aber nicht lange in seiner Heimatstadt.

Joris: Ich bin bereits im Alter von einem Jahr aus Stuhr-Brinkum weggezogen und war mit meiner Mutter nur noch einmal kurz dran vorbeigefahren – habe also kaum Erinnerungen an meine Geburtsstadt. Ich habe aber oft meine Patentante in Bremen besucht, auch im Heidepark war ich mehrmals. Dort würde ich auch gerne einmal im Rahmen der „Stars For Free“-Veranstaltung auftreten. Vielleicht klappt es ja mal.

Zunächst heißt es aber für Joris die Koffer packen, denn übermorgen beginnt der erste Teil seiner „Hoffnungslos Hoffnungsvoll“-Tour, die bereits zu 90 Prozent ausverkauft ist. Danach geht es auf diverse Sommer-Festivals – dort wird er unter anderem auch Clueso als Support begleiten. Am 19. Oktober wird er dann im Musikzentrum ab 20 Uhr seine Songs performen.

Musikzentrum Hannover, 19. Oktober, 20 Uhr, Karten: NDZ 05041/78910.

Wir waren hautnah dabei, als Moderatorin Kaya Laß mit Joris ein 30-minütiges Interview führte.

Text und Fotos: Lars Andersen




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