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Feuerwehr Börry besteht seit 90 Jahren / Jugendfeuerwehr Börry ist zehn Jahre jung

Gemeinsam kommen sie auf 100 Jahre

Börry. Die Freiwillige Feuerwehr Börry hat ihr 90-jähriges Bestehen und die Jugendfeuerwehr (JF) ihr zehnjähriges Bestehen gefeiert. Höhepunkt des Kommerses, den der Musikzug Welsede unter Leitung von Klaus Kipke musikalisch begleitete, waren die Beförderungen. Heinz-Helmut Köhler, stellvertretender Ortsbrandmeister in Börry, erhielt die Urkunde zum Brandmeister und Tobias Berger wurde zum Hauptfeuerwehrmann befördert.

„82 Männer unterschrieben am 14. Juli 1924 die Gründungsurkunde in der Gaststätte Köhler“, berichtete Ortsbrandmeister Frank Steinbrück. Wichtigstes Feuerlöschgerät sei damals die Handdruckspritze gewesen. Am 1. Juli 1964 erhielt die Wehr ihr erstes Löschgruppenfahrzeug. Im Jahr 1979 wurde die Ortswehr mit der Stationierung eines Tanklöschfahrzeugs zur Stützpunktwehr ernannt.

Jetzt erwarb die Wehr eine Rettungsplattform, um bei LKW-Unfällen bequemer auf die Höhe der Fahrerhäuser zu gelangen. „Sicher macht die moderne Technik manche Arbeit leichter, aber andererseits sind auch viele, früher unbekannte Gefahren hinzugekommen. Daher ist uns eine konsequente Standortausbildung sehr wichtig“, so Steinbrück. Derzeit gehören 40 Aktive, 17 Mitglieder der Altersabteilung, 22 Jugendliche und 81 Förderer der Stützpunktwehr an.

Im Oktober 2003 entstand in Börry die Idee zur Bildung einer Jugendfeuerwehr. Am 7. Januar 2004 fand die offizielle Gründung der Jugendabteilung statt, wie Jugendwart Sascha Schweissgut berichtete. Erster Jugendwart war Detlef Brockmann. Auf der von ihm geschaffenen Übungswiese im Rhienfeld trainierten die Jugendlichen. Im Januar 2009 übernahm Stephan Schweissgut das Amt des Jugendwartes von Detlef Brockmann und führte die Umweltwochenenden ein. Zum Leitungsteam von Sascha Schweissgut gehören Kathrin Thiele, Daniela Böllert, Theresa Steinbrink und Thorsten Böllert. In den zehn Jahren der Jugendfeuerwehr wechselten 20 Mitglieder aus der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung der Erwachsenen. Neunmal wurde die Jugendflamme Stufe 3 verliehen, 26-mal die Jugendflamme Stufe 2 und 38-mal die Jugendflamme Stufe 1 sowie 18 Leistungsspangen. Bürgermeister Andreas Grossmann würdigte die Jugendarbeit und hob insgesamt den Gemeinschaftssinn der Kameraden hervor. „Zusammen mit anderen Vereinen ist hier das entstanden, was eine lebendige Ortschaft ausmacht, eine Gemeinschaft, die durch das Miteinander und Füreinander geprägt ist“, sagte der Bürgermeister. Ortsbürgermeister Rolf Keller freut sich über die „gut funktionierende Feuerwehr und Einsatzabteilung“. Keller, der auch dem Kreisausschuss für Liegenschaften, Ordnung, Brandschutz und Bauen angehört, betonte, bezogen auf den Bedarfsplan der Feuerwehren, dass es ein Ziel sei, kleine Ortswehren mit speziellen Aufgaben zu verantworten und sie dadurch erhalten zu wollen. Der stellvertretende Abschnittsleiter West, Karsten Redeker, betonte, wie wichtig eine gute Ausrüstung sei.

Viel Spaß bereitete den Jugendlichen der befreundeten Feuerwehren das Ballspiel im Ballon, wobei der Körperabstand ein ungewohntes Hindernis bildete. ubo

Kreisjugenwart Thomas Kurbgeweit stellte das Miteinander der Jungendfeuerwehr und Einsatzabteilung in den Mittelpunkt seiner Rede. Gemeindejugendwartin Tanja Gesemann erinnerte an die zahlreichen Aktivitäten der Jugendlichen. Auf die Aufgaben des Fördervereins der Freiwilligen Feuerwehr Emmerthal rief der stellvertretende Vorsitzede Ludolf von Klencke hin. Als Gastgeschenk überreichte er ein „Hooligan-Tool“, das zum Öffnen von Türen von Wohnungen und bei Verkehrsunfällen genutzt werden kann. Gemeindebrandmeister Karl-Heinz Brockmann formulierte Gedanken zur Entstehung einer Kinderfeuerwehr. Am Tag vor dem Kommers feierten die Jugendlichen ihr Fest. Dazu hatten die Jugendfeuerwehrleute ihre Mitstreiter aus Esperde, Grohnde, Hajen und Kirchohsen zum „Bumpingball“-Turnier eingeladen. ubo




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