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Anwohner und Politiker fordern Geschwindigkeitsbegrenzungen auf der L 372 – trotz Absage des Landkreises

Gemeinde will Raserei „nicht hinnehmen“

Niedernwöhren. Der Unmut über rasende Autos auf der Landesstraße 372 zwischen Niedernwöhren und Wiedensahl ist längst nicht verpufft. Dass der Landkreis in dieser Sache nichts unternehmen will, „das wollen wir nicht hinnehmen“, sagt Thomas Bachmann, Bürgermeister von Niedernwöhren.

Autor:

kirsten Elschner

Bereits im vergangenen Jahr habe es mehrere Beschwerden von Anwohnern gegeben. „Wir bleiben an dem Punkt klar dran“, meint Bachmann. Intern wolle man sich in Kürze im Gemeinderat zusammensetzen, um zu überlegen, wie man den Landkreis dazu bewegen kann, Geschwindigkeitsbegrenzungen einzurichten.

Das Problem: Autos und schwere Lastwagen, die aus dem Wiedensahler Kreisel in Richtung Niedernwöhren unterwegs sind, fahren oft rasend schnell, beklagt Bachmann. Laut Verkehrsordnung machen sie sich damit aber nicht strafbar, weil sie sich außerorts befinden. Was die Anwohner und Bachmann ärgert: Auch vor dem Ortseingangsschild befinden sich zwei Wohnhäuser. Vielleicht könnte man das Ortseingangsschild einfach versetzen?, schlägt er vor. Eine ähnliche Forderung hatte bereits im September 2013 eine Anwohnerin an der Landwehr geäußert. Den Beschwerdebrief leitete die Gemeinde an den Landkreis weiter. Die Verfasserin des Briefes forderte darin eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 Stundenkilometer und ein Überholverbot. Der Landkreis weist die Forderung nach einem Ortstermin mit Polizei und Straßenbauamt zurück. Die Begründung: Das Unfallgeschehen ist auf der L 327 unauffällig, heißt es in einem Antwortschreiben des Straßenbauamtes. Und weiter: Die Leistungsfähigkeit der Landesstraße dürfe durch eine Geschwindigkeitsreduzierung nicht eingeschränkt werden.

Zuständig für Geschwindigkeitsbegrenzungen, Ortseingangsschildern und Co. auf Landesstraßen sei der Landkreis, erklärt Helma Hartmann-Grolm, stellvertretende Landrätin. Ein Ortseingangsschild ist in der Regel dort platziert, wo mindestens auf einer Seite die durchgehende Wohnbebauung beginnt. Die Schilder lassen sich nicht einfach verrücken, weil mit dem Schild auch alle anderen Regeln für geschlossene Ortschaften gelten würden. Innerorts dürfe man zum Beispiel auf Vorfahrtsstraßen parken, sagt sie.




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