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Bauausschuss des Lindhorster Gemeinderates spricht sich für Einzelhandelskonzept aus

Gemeinde soll Weg für Märkte ebnen

Lindhorst. Die Gemeinde Lindhorst soll ein Einzelhandelskonzept in Auftrag geben, um eine Grundlage für die bauplanerische Steuerung der Nahversorgungsentwicklung zu haben. Das hat der Bau-, Umwelt- und Sportausschuss empfohlen. Hintergrund sind Anträge von Investoren, die im Gewerbegebiet südlich der Bahn Bauvorhaben für Märkte verfolgen. In dem Baugebiet „Paschenfeld“ möchte ein Antragsteller einen vorhandenen Markt vergrößern. Ein weiterer Interessent möchte einen neuen Markt mit ebenfalls 1000 Quadratmetern Verkaufsfläche errichten.

Die Gemeinde Lindhorst kann den Anträgen der Investoren nicht einfach stattgeben, weil das Landesraumordnungsprogramm (LROP) dieser Entwicklung entgegensteht. Das LROP sieht für Grundversorgungszentren wie Lindhorst keine Märkte vor, die mehr als 800 Quadratmeter Verkaufsfläche aufweisen. Andere Planungen seien „nur unter bestimmten Voraussetzungen“ mit dem LROP in Einklang zu bringen.

Ein Nahversorgungskonzept würde nach Aussagen des Gemeindedirektors, Jens Schwedhelm, „viele Vorhaben erleichtern und die Gemeinde zukunftsfähig machen“. Die Verwaltung verspricht sich dadurch eine bessere Argumentationsgrundlage: „Soweit der Lagebereich südlich der Bahn schlüssig als Bestandteil eines zentralen Versorgungsgebietes mit einer begründeten, das gewachsene Ortszentrum ergänzenden Funktionszuweisung ausgewiesen werden kann, wäre damit eine hinreichende Grundlage für eine zielkonforme Neuentwicklung/Erweiterung eines Marktes gelegt und insbesondere das potenziell kritische Integrationsgebot erfüllbar“, begründet die Gemeindeverwaltung in der Beschlussvorlage.

„Ich halte das für sinnvoll“, sagte Horst Schimmelpfennig (SPD). „Wir sind auch dafür“, signalisierte Holger Mensching von der CDU-Fraktion. Dafür soll die Gemeinde rund 8000 Euro in die Hand nehmen. In etwa diese Summe würde das Einzelhandelskonzept kosten, sagte Schwedhelm. bab




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