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Vor Gericht: 34-Jähriger scheitert erneut - und wird für fahrlässige Verkehrsgefährdung verurteilt

Geldstrafe und Fahrverbot für Emsländer

Rinteln/Bückeburg (maf). In einem Prozess durch alle Instanzen ist ein Schlosser aus dem Emsland nun zum dritten Mal gescheitert und für eine fahrlässige Straßenverkehrsgefährdung auf der A 2 verurteilt worden. Er muss eine Geldstrafe von 1500 Euro zahlen und vier Wochen auf seinen Führerschein verzichten.

2006 war der Mann von einer Einfädelungsspur direkt auf die mittlere Fahrbahn geschossen und beinahe gegen einen Transporter geprallt. Bereits in zwei vorangegangenen Verhandlungen immer wieder seine Unschuld beteuernd, verließ der Angeklagte jetzt nach dem dritten Schuldspruch sichtlich niedergeschlagen den Gerichtssaal. Seiner Verurteilung im April 2007 folgte nur drei Monate später eine erfolglose Berufung vor dem Bückeburger Landgericht. Daraufhin ging der Mann in die Revision. Das Oberlandesgericht Celle hob die Bückeburger Entscheidung im November auf und verwies den Fall an eine andere Kammer des Landgerichts zurück, die die Verurteilung aber ebenfalls bestätigte. Der Fall: Am 5. August 2006 kam der Angeklagte gegen 10 Uhr von einem Parkplatz und fuhr mit seinem Ford hinter einem polnischen Lkw auf die Einfädelungsspur. Ohne den nachfolgenden Verkehr zu beachten, zog er sofort mit relativ hoher Geschwindigkeit auf die mittlere Fahrbahn. Dort befand sich ein mit neun Baseball-Bundesligaspielern besetzter Transporter. Dessen Fahrer wich nach links aus, um eine Kollision zu verhindern. Gleichzeitig näherte sich jedoch auf der linken Spur ein von einem Kaufmann gesteuerter Audi, der bei einem Tempo von etwa 140 Stundenkilometern eine Vollbremsung machen musste und dabei kurz aufden Grünstreifen geriet. "Das hätte ein ganz böser Unfall werden können", erinnerte sich der Audifahrer. Und Staatsanwalt Klaus-Jochen Schmidt bilanzierte: "Nur weil zwei Verkehrsteilnehmer herausragend reagiert haben, ist es nicht zu einem Unfall gekommen." Dagegen leugnete der Schlosser den Tatvorwurf. Er habe sich damals vergewissert und in beide Spiegel geschaut, meinte der 34-Jährige, der in den letzten Jahren mehrfach durch Geschwindigkeitsüberschreitungen aufgefallen ist. Zurzeit weist sein Sündenkonto zwölf Punkte auf. Wird das Urteil rechtskräftig, kommen weitere sieben Punkte für das rücksichtslose Verhalten auf der A 2 hinzu. Dann muss er vermutlich seinen Führerschein abgeben. Nach der Verhandlung kündigte sein Verteidiger an, er werde erneut Revision einlegen.




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